30.11.2021 07:52 |

Ericsson-Studie

5G erreicht Ende 2021 zwei Milliarden Menschen

Keine Mobilfunktechnik hat sich so schnell am Markt durchgesetzt wie 5G. Das geht aus dem aktuellen Ericsson Mobility Report hervor, der am Dienstag in Stockholm veröffentlicht wurde. Der superschnelle 5G-Mobilfunk wird demnach Ende des Jahres von mehr als zwei Milliarden Menschen weltweit genutzt werden. Das sind doppelt so viele wie noch vor einem Jahr. 

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In fünf Jahren soll 5G der Studie zufolge rund 50 Prozent aller Mobilfunkabonnements weltweit ausmachen. In Nordamerika werde die 5G-Quote bei den Verträgen bis zum Jahr 2027 sogar von aktuell 20 Prozent auf 90 Prozent steigen. Für Westeuropa sagt der schwedische Netzwerkausrüster bis 2027 einen 5G-Anteil von 83 Prozent an allen Mobilfunkverträgen voraus, obwohl die 5G-Quote hier aktuell nur bei sechs Prozent liegt. Am niedrigsten liegt die 5G-Quote in der Region „Sub Sahara Afrika“ mit zehn Prozent und „Naher Osten/Nord-Afrika“ mit 25 Prozent bis 2027.

Als Ursache für den 5G-Boom macht Ericsson vor allem die sinkenden Preise für die 5G-Smartphones aus. So sind Smartphones, die die fünfte Mobilfunkgeneration unterstützen, schon für 200 Euro oder weniger zu haben. In den vergangenen Monaten hätte der Absatz sogar noch stärker ausfallen können, wenn Engpässe in den Lieferketten nicht zu einer Chipknappheit geführt hätten.

5G bietet deutlich höhere Datenübertragungsraten als die bisherigen Standards UMTS (3G) und LTE (4G). Außerdem fallen die Verzögerungszeiten (Latenz) geringer aus, sodass man 5G auch für Echtzeit-Anwendungen wie das Steuern einer Maschine aus der Ferne oder Telemedizin-Anwendungen verwenden kann. In manchen Regionen werden 3G-Netze (UMTS) abgeschaltet, um Frequenzen für 5G freizumachen. In fünf Jahren werde es quasi keine neuen UMTS-Verträge mehr geben.

Datenverkehr wächst weiter rasant
Der Report dokumentiert zudem ein exponentielles Wachstum des mobilen Datenverkehrs durch die stärkere 5G-Verbreitung. Im 3. Quartal 2021 stieg der Datenverkehr im Mobilfunknetz im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent auf rund 78 Exabyte (ein Exabyte entspricht einer Milliarde Gigabyte, Anm.). Darin ist auch der Datenverkehr durch sogenannte Fixed Wireless Access Services enthalten. Darunter versteht man die Anbindung von Haushalten, Schulen, Unternehmen und anderen Einrichtungen mit Mobilfunktechnik als Ersatz für fehlende Festnetzanbindungen.

Der gesamte mobile Datenverkehr im Mobilfunknetz werde bis Ende 2027 um den Faktor fünf auf voraussichtlich 370 Exabyte steigen.

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