23.11.2021 08:17 |

Fahrzeug in Flammen

46 Tote bei schwerem Busunglück in Bulgarien

Bei einem schweren Busunglück in Bulgarien sind in der Nacht auf  Dienstag mindestens 46 Menschen ums Leben gekommen. Der Unfall ereignete sich auf der Struma-Autobahn etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Sofia, wie die amtliche Nachrichtenagentur BTA unter Berufung auf das Innenministerium meldete. Unter den Opfern seien auch Kinder. Mehrere Verletzte seien in ein Krankenhaus nach Sofia gebracht worden.

Der Bus hatte kurz nach 2 Uhr (3 Uhr MEZ) aus noch ungeklärten Gründen eine Leitschiene gerammt und sich dann überschlagen. Ersten Erkenntnissen zufolge gab es auch deshalb so wenige Überlebende, weil der Bus in Flammen stand. Ob er bereits vor dem Unfall Feuer gefangen hatte oder sich zunächst überschlug und dann in Flammen aufging, war zunächst unklar.

Staatsanwaltschaft ermittelt
Insgesamt hätten sich rund 50 Passagiere und zwei Fahrer in dem Bus befunden, berichtete das Staatsradio unter Verweis auf die Polizei. Bei den Reisenden handle es sich nach Angaben des bulgarischen Vize-Generalstaatsanwalts um Staatsbürger Nordmazedoniens. Unter den Opfern sei aber auch ein belgischer Staatsbürger, sagte der Interims-Leiter der nordmazedonischen Botschaft in Sofia dem bulgarischen Staatsradio.

Der Bus war nach Angaben des Innenministeriums in Sofia in Skopje registriert, aus der Türkei nach Bulgarien gekommen und befand sich auf dem Weg nach Nordmazedonien. Der Streckenabschnitt, in dem das Unglück geschah, liegt in einer hügeligen Gegend und ist für häufige Unfälle bekannt, wie der Bürgermeister einer Nachbargemeinde im Staatsradio sagte.

„Es ist eine riesige Tragödie“
Bulgariens Interims-Regierungschef Stefan Janew begab sich umgehend zum Unglücksort und äußerte sich dort tief betroffen. „Es ist eine riesige Tragödie“, sagte Janew, der den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aussprach. Der geschäftsführende Innenminister Bojko Raschow zeigte sich ebenfalls erschüttert und schilderte eine düstere Szenerie am Unfallort: „So etwas Schreckliches habe ich noch nie gesehen, das ist kaum zu ertragen. Die verbrannten Leichen liegen hier übereinander auf einem Haufen.“ Viele der Toten müssten noch identifiziert werden.

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