18.11.2021 17:00 |

Tests und Tracing

Jetzt funktioniert gar nichts mehr

„Krone“-Leser berichten täglich, dass weder das Contact-Tracing funktioniert, noch die Test-Ergebnisse in einem annehmbaren Zeitraum ausgewertet werden. Laut dem Eugendorfer Test-Labor Novogenia sind die hohen Fallzahlen schuld, die eine schnelle Poolingauswertung unmöglich machen würden.

„Einer Firma einen öffentlichen Auftrag zu geben, die es nicht schafft, viele positive Tests auszuwerten, sondern nur funktioniert, wenn es wenige Fälle gibt, ist wahrscheinlich die falsche Firma“, so die Meinung vieler Salzburger, die nun häufig zu hören ist. Der Ärger über die langen Wartezeiten der Testauswertung ist im Bundesland groß. Denn das ist mittlerweile ein reines Glückspiel, wie „Krone“-Leser täglich beklagen. Am Mittwoch warteten auch Schüler auf ihre Ergebnisse.

Stadtbibliothek wird fürs Contact Tracing gesperrt
Nicht nur die Testergebnisse an sich, auch ein Durchkommen bei der Gesundheitshotline 1450 stellt die Geduld der Salzburger auf die Probe. Ist diese Hürde gemeistert, heißt es warten auf den offiziellen Testtermin, dann auf eine Bescheid der Behörde, der auch für den Arbeitgeber oder die Schule wichtig ist, und zuletzt muss man noch auf einen Termin zum Freitesten hoffen.

Nicht nur die Labore haben ihre Grenze längst erreicht, auch beim Contact Tracing brennt der Hut. Alleine in der Stadt Salzburg waren am Mittwoch noch rund 900 Nachverfolgungsfälle nicht abgearbeitet. Die Lage war zuletzt „dramatisch und bedrohlich“, wie Astrid Reichl-Marko, die Leiterin des Gesundheitsamtes, erklärt.

Jetzt soll aufgestockt werden. Dafür werden auch schwangere Krankenschwestern herangezogen, die nicht mehr auf den Stationen arbeiten dürfen. Ebenso sollen pensionierte Beamte herangezogen werden. Um genug Platz zu haben, wird ab Samstag die Stadtbibliothek in Lehen geschlossen und in eine Contact-Tracing-Stelle umgewandelt.

Felix Roittner
Felix Roittner
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