Do, 16. August 2018

Drei in Österreich

08.04.2011 19:23

90 Banken müssen sich EU-Stresstest unterziehen

Insgesamt 90 europäische Banken, die zusammen etwa 65 Prozent der EU-Bankbilanz repräsentieren, müssen sich heuer dem Stresstest Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) unterziehen. Auch drei österreichische sind darunter, wie die EBA am Freitag in London bei der Bekanntgabe der betroffenen Kreditinstitute mitteilte: Die Raiffeisen International Bank (RBI), die Erste Group Bank und erstmals auch die Österreichische Volksbanken AG (ÖVAG). In jedem einzelnen Staat stünden mindestens 50 Prozent der gesamten Bankbilanz auf dem Prüfstand.

Diesmal kommt auf die Banken ein härterer Test zu als 2010. "Wir haben versucht, aus den Erfahrungen des vergangenen Jahres zu lernen, und haben die Überprüfung bedeutend verschärft", hat jüngst EBA-Präsident Andrea Enria erklärt. Seine Behörde reagiert damit auf die Kritik an den Überprüfungen von 2010. Damals waren nur sieben der getesteten 91 Banken durchgefallen. Zwei irische Institute  - sie hatten den Stresstest bestanden - mussten wenig später verstaatlicht und vor der Pleite gerettet werden. Irland ist zwischenzeitlich unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft.

Krisensicherheit prüfen
Die Tests sollen überprüfen, wie krisenfest die Kreditinstitute sind. Sie werden dazu an ihrem harten Kernkapital gemessen. Dessen Quote muss bei mindestens fünf Prozent liegen, ein Prozentpunkt weniger als 2010. Allerdings waren damals auch Mischformen von Eigen-und Fremdkapital, wie etwa stille Einlagen, erlaubt. Das könnte vor allem deutsche Banken in Schwierigkeiten bringen, weil einige von ihnen einen beträchtlichen Teil ihrer Aktiva nicht einbringen können.

Die EBA koordiniert die Tests gemeinsam mit den nationalen Aufsichtsbehörden, dem Europäischen Ausschuss für Systemrisiken, der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission. Noch in der ersten Jahreshälfte sollen die Ergebnisse vorliegen.

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