Spitäler füllen sich

Impfquote entscheidet über Lockdown für alle in NÖ

Der Advent steht noch nicht einmal vor der Tür, und in den niederösterreichischen Spitälern stellt man sich trotzdem bereits auf einen arbeitsreichen Start ins neue Jahr ein. Experten wissen: Die hohen Fallzahlen werden die Spitäler zeitverzögert noch im Jänner füllen. In den Kliniken wird der Hilferuf nach raschen, härteren Maßnahmen daher immer lauter.

Nicht die Landes- und schon gar nicht die Bundesregierung, in den NÖ-Kliniken regiert wegen der Wucht der vierten Infektionswelle nur noch das Prinzip Hoffnung. Bei „maximaler Anstrengung“, wie Intensivbettenkoordinator Dr. Christoph Hörmann im Gespräch mit der „Krone“ erklärt, hofft er, dass das Szenario einer Überlastung in den Spitälern noch vermieden werden kann. 

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Es ist unbedingt notwendig, dass die täglichen Inzidenzzahlen nicht weiter steigen, sondern möglichst rasch gesenkt werden!

Primar Dr. Christoph Hörmann

Dafür brauche es aber eine rasche Trendwende bei den Fallzahlen. Diese ist aber - zumindest vorerst - nicht in Sicht. Mehr als 2000 neue Fälle wurden am Samstag bekannt. Zeitverzögert werden einige der Infizierten im Spital, ein Teil dieser dann auf Intensivstationen behandelt werden. Entscheidend dafür - das zeigen die Zahlen - ist der Impfstatus. Sieben von zehn Corona-Patienten in den Kliniken sind ungeimpft.

„Die Impfung ist die wirkungsvollste Maßnahme gegen diese Pandemie“, betont der für die Kliniken zuständige Landesvize Stephan Pernkopf. Hoffnung macht auch das seit Freitag in der EU zugelassene Medikament Ronapreve. „Für Hochrisikopatienten stellt es eine wertvolle, zusätzliche Therapieoption dar“, weiß Dr. Hörmann.

Problem sei aber, dass die Therapie immer bereits zu Krankheitsbeginn, also in den meisten Fällen zu Hause, starten müsste. Fest steht inmitten der vierten Welle wohl nur: Bleibt die Impfquote niedrig und die erhoffte Trendwende bei den Fallzahlen aus, werden wir früher oder später alle wieder zu Hause bleiben müssen!

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