09.11.2021 08:45 |

Nach tödlichen Crashs

Italien führt strengere Regeln für E-Scooter ein

Nach mehreren tödlichen Unfällen führt Italien nun strengere Regeln für E-Scooter ein. Eine neue Straßenverkehrsordnung, die am Mittwoch in Kraft tritt, sieht erstmals Geschwindigkeitsbegrenzungen für die Fahrzeuge vor. In Fußgängerzonen dürfen die Scooter demnach künftig nicht schneller als sechs Stundenkilometer fahren, überall sonst nur noch 20 statt wie bislang 25 km/h. Das Parkverbot auf dem Gehsteig bleibt bestehen.

Ab dem 1. Juli 2022 müssen E-Scooter, die nach diesem Datum auf den Markt kommen, mit Bremsen an beiden Rädern ausgestattet sein; alle anderen E-Scooter haben bis zum 1. Jänner 2024 Zeit, diese Anforderungen zu erfüllen. Auf eine Helmpflicht wird vorerst verzichtet. E-Scooter müssen auch kein Nummernschild haben.

Die Zahl der E-Scooter hat in Zeiten der Pandemie stark zugenommen. Viele meiden die öffentlichen Verkehrsmittel, in denen strenge Regeln eingehalten werden müssen, und setzen daher auf diese Art der Mobilität. Dabei kam es zuletzt wiederholt zu Unfällen mit den Elektro-Gefährten.

Die Gemeinde Florenz hatte im vergangenen Februar eine Helmpflicht für E-Scooter eingeführt. Zwei lokale Anbieter wehrten sich jedoch dagegen und gingen vor einem Verwaltungsgericht gegen den Beschluss vor, der als nicht rechtskonform aufgehoben wurde. Bürgermeister Dario Nardella kritisierte, dass eine Lobby der E-Scooter-Anbieter jegliche Regeln boykottiere.

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