Es scheitert am Geld

Kein Licht am Ende des Linzer Mona-Lisa-Tunnels

Noch ist er bis 4. November im Amt. Und obwohl FP-Verkehrsstadtrat Markus Hein – wie berichtet – der Politik den Rücken kehrt, hat er dennoch mit großem Interesse vernommen, dass Nachfolger Bernhard Baier die Situation rund um den Mona-Lisa-Tunnel prüfen lassen will. Was Hein schon vor rund drei Jahren tat.

„Im Verkehr rächt sich falsches Sparen bereits nach wenigen Jahren“, betont Markus Hein. Laut ihm, wird der Mona-Lisa-Tunnel wohl noch länger einer der Stau-Hotspots der Stadt bleiben. Hein resignierend: „Für eine Erweiterung des Tunnels ist der Zug leider längst abgefahren. Die Pendler müssen im Linzer Süden für ein Versäumnis von vor Jahren bitter büßen.“ Wurde zwischen 1997 und 2000 der Mona-Lisa-Tunnel um rund 100 Millionen Euro lediglich einröhrig gebaut. „Wenn wenigstens eine dritte Spur geplant worden wäre, hätte dies kein Vermögen gekostet und man könnte zu Stoßzeiten bei dieser die Fahrtrichtung entsprechend ändern.“

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Die Pendler müssen im Linzer Süden für ein Versäumnis von vor Jahren bitter büßen.

Markus Hein, noch amtierender Linzer FP-Verkehrsstadtrat

Straße über Tunnel würde über 40 Millionen € kosten
Umso mehr wundert ihn nun der Vorstoß seines Nachfolgers, Bernhard Baier (VP), der prüfen lassen will, ob eine zweite Tunnelröhre nicht doch realisierbar wäre.„Das kann er sich sparen. Weil der Bau heutzutage nahezu unbezahlbar wäre, hatte ich im Herbst 2018 eine Machbarkeitsstudie für eine Straße über den Tunnel in Auftrag gegeben.“ Das Ergebnis: Ernüchternd. „Auch wenn es technisch machbar wäre, würde die Errichtung bereits ohne die Anschlüsse im Süden beim Kreisverkehr und im Norden bei der Lunzerstraße, mit über 40 Millionen Euro den Kostenrahmen bei weitem sprengen“, klärt der scheidende Verkehrsreferent auf.

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Mittwoch, 08. Dezember 2021
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