Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl war beim 0:1 in der Europa League gegen Real Sociedad der tragische Held des SK Sturm. Ein Patzer des Schlussmanns kostete wohl den ersten Punkt in der Gruppenphase. Wie der Tormann, der am Sonntag (17) gleich wieder gegen Salzburg in die nächste Mega-Schlacht zieht, den Frust nach dem kassierten „Gurkerl“ verarbeitet, was er jungen Torhütern rät.
Sieger der Herzen - so durfte man Sturm am Donnerstag beim 0:1 gegen Real Sociedad beschreiben. Wenn da nicht das Steirer-Tor von Jörg Siebenhandl gewesen wäre. „Der Jörg hat uns schon so oft die Punkte gerettet“, stellte sich Coach Christian Ilzer wie eine Mauer vor seinen Tormann. „Er hat die Kraft, das mental wegzustecken. Das Entscheidende für mich ist dabei immer, wie einer unmittelbar im Match reagiert. Belastet ihn der Fehler oder steckt er ihn weg? Und Jörg war sofort wieder da. Das zeigt, dass er ein Klassetormann ist.“
Der Goalie kam beim Masters-BWL-Kurs auf der Grazer Uni auf andere Gedanken. „Rechtfertigen hab ich mich im Lehrsaal nicht müssen“, lacht der 31-Jährige. „Fehler passieren nun einmal“, hat Jörg alles abgehakt. „Die Vergangenheit kann man nicht ändern, aber man kann die Zukunft gut gestalten. Ich bin schon länger dabei, hab in der Jugend auch mental gearbeitet. Man muss immer daran denken, wie oft man was gut gemacht hat. Und das haben wir ja alle, sonst würden wir nicht bei Sturm spielen!“
Lasst euch nie entmutigen – konzentriert euch auf eure Stärken. Vergangenes kann man nicht ändern, nur die Zukunft gestalten.
Sturm-Goalie Jörg Siebenhandl
Gegen die Tor-Fabrik
In Momenten wie beim bitteren Gegentor durch die Beine spürte Siebenhandl die volle Rückendeckung. „Egal, ob das meine Mitspieler oder unsere Fans waren. Da wird man nicht noch weiter runtergezogen. Dieser starke Zusammenhalt macht unseren Verein aus.“ Dass jetzt mit Salzburgs Super-Bullen jener Gegner, der in 42 Heimspielen in Serie zumindest einmal traf, vor Sturm und Siebenhandl steht, klingt nach Ironie des Schicksals. „Da läuft der Prozess des Abhakens noch schneller“, lacht der Grazer Schlussmann, „aber das wäre bei jedem Gegner dasselbe. Es bleibt keine Zeit, die Köpfe hängenzulassen.“
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