21.10.2021 07:30 |

Impfkoordinator:

„Impfung ist sicher, Erde ist keine Scheibe“

Ab November werden in Vorarlberg PCR-Gurgeltests eingeführt. Ein Ergebnis soll nach spätestens 24 Stunden vorliegen. Um sicher durch den Winter zu kommen, werden ab November wieder zwei Impfstraßen geöffnet, in Bregenz und in Nenzing. Und der Impfkoordinator des Landes appelliert, davon auch Gebrauch zu machen.

In anderen Bundesländern wird es längst schon gemacht, ab 2. November soll damit auch in Vorarlberg gestartet werden: das Gurgeln im Zuge eines PCR-Tests. Die Test-Kits können nach einer einmaligen Registrierung im Internet gratis in den Apotheken abgeholt werden, zwölf Stück sind pro Person und Monat vorgesehen. Auch abgegeben werden die Tests wieder in der Apotheke. Einmal täglich werden die Kits dann vom auswertenden Labor abgeholt. Die Ergebnisse sollen innerhalb von 24 Stunden per Textnachricht versandt werden. Landesrätin Martina Rüscher glaubt, dass der Bedarf an Corona-Tests insbesondere durch die 3-G-Regeln am Arbeitsplatz weiterhin gegeben sein wird. Die bisherigen Antigen-Wohnzimmertests werden ab Ende Oktober nicht mehr vom Bund ausgegeben. Verbraucht wird dann nur noch, was an Vorräten noch gelagert ist. 

Darüber hinaus stellt das Land auch seine Impfstrategie um. Ab November öffnen wieder zwei Impfstraßen, eine in Bregenz und eine in Nenzing - erst nur an Wochenenden, ab Mitte November dann täglich. Geimpft wird jeder, ob mit oder ohne Termin. Darüber hinaus wird auch weiterhin in den Arztpraxen geimpft, ebenso wie in den Impfkojen in Einkaufszentren. In Winterpause geht dagegen der Impfbus - dieser wird durch mehrere kleinere Busse ersetzt, die Impfteams gehen dann in Innenräumen an den jeweiligen Standorten ihrer Arbeit nach.

„Verdammt, lasst Euch impfen!
Dass sich das Land nicht bemühen würde, die Impfquote zu erhöhen, kann also wirklich nicht behauptet werden. Allerdings sind nach wie vor erst knapp über 60 Prozent der Vorarlberger geimpft. Ein Fakt, den Robert Spiegel, Impfkoordinator der Ärztekammer, auf die Palme treibt: “Verdammt, geht endlich impfen, es wird Zeit!" verschaffte er sich gestern seinem ärger Luft. Sorgen macht ihm vor allem die jüngere Generation. Viele Menschen zwischen 15 und 35 Jahren seien offenbar zu bequem, um sich impfen zu lassen.

Dabei sei die Impfquote in Vorarlberg „beschämend“, beschämend niedrig nämlich. Spiegel stellte klar: „Wir brauchen 80 Prozent. Die Impfung ist sicher, und die Welt ist keine Scheibe,“ ließ er Skeptikern ausrichten. Auch Landesrätin Rüscher appellierte an die Bevölkerung, sich vor dem Winter noch immunisieren zu lassen. Grundimmunisierte Menschen sollten sich zudem unbedingt rechtzeitig boostern, also den dritten Stich verpassen lassen.

Von
Vorarlberg-Krone
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