Auch die AK Oberösterreich bleibt - auf Ebene der Funktionäre - weitgehend eine „Männerwirtschaft“ mit aktuell gleich drei vergebenen Chancen aus Sicht der Frauenpolitik. Der künftige Präsident nach der langen Ära von Johann Kalliauer wird wieder ein Mann, falls nicht doch noch die AK-Vizepräsidentin Elfriede Schober zum Zug kommt.
Aber auch die bisherigen zwei Funktionen des designierten Präsidenten Andreas Stangl werden wieder mit Männern besetzt. Der künftige Vorsitzende der Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) in der AK wird voraussichtlich SPÖ-Nationalrat Michael Seemayer, der Landessekretär der Produktionsgewerkschaft PRO-GE. Schließlich noch Stangls bisherige Funktion als Vizepräsident, die voraussichtlich an Helmut Woisetschläger, Landesvorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft vida, gehen wird.
4:1 beim Geschlechterverhältnis im Präsidium
Also unter vier Vizepräsidenten wird auch künftig nur eine Frau sein, nämlich Schober. Nichts gegen die genannten Herren: Aber 3:1 oder, inklusive dem Präsidenten, 4:1 beim Geschlechterverhältnis im AK-Präsidium entspricht weder der Realität unter den AK-Mitgliedern noch dem notwendigen Zeitgeist. Dabei gäbe es im AK-Vorstand doch einige starke Frauen, wie man hier nachschauen kann.
Übrigens, im Apparat der AK Oberösterreich sind in der Zeit Kalliauers Frauen schon im Vormarsch gewesen - mit Andrea Heimberger als der ersten weiblichen Direktorin an der Spitze.
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