Trotz Warnungen
Japaner kehren in die Gefahrenzone zurück
Die Behörden hatten die Bewohner im Umkreis von 20 Kilometern um das Kraftwerk Fukushima 1 aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Den Menschen in einer Zone von 20 bis 30 Kilometern wurde empfohlen, in ihren Häusern zu bleiben, um radioaktive Verstrahlung zu vermeiden.
Ausweitung der Gefahrenzone gefordert
Letzte Woche riet die Regierung dann den Bewohnern der äußeren Zone, das Gebiet freiwillig zu räumen. Als Grund gaben die Behörden an, dass die Versorgung der Menschen immer schwieriger werde. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte zuletzt sogar eine zusätzliche Ausweitung der Evakuierungszone gefordert. In dem Ort Iitate, rund 40 Kilometer nordwestlich des Kraftwerks, gebe es etwa eine so hohe Strahlenbelastung, dass es vor allem für Kinder und Schwangere dort nicht sicher sei.
Doch viele der Flüchtlinge, vor allem aus dem Gebiet etwa 20 bis 30 Kilometer vom AKW entfernt, kehren trotz der Warnungen zurück, berichtete NHK. Die Menschen seien erschöpft vom Leben in den Notlagern, sie wollen einfach wieder nach Hause. Man werde die Regierung in Tokio bitten, die Lieferung von Hilfsgütern in die Evakuierungszone aus diesem Grund zu verstärken, sagte ein Sprecher der Provinzverwaltung. Laut Medienangaben lebten ursprünglich etwa 140.000 Menschen im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern um Fukushima 1. Es ist völlig unklar, wie viele davon derzeit in der Gefahrenzone ausharren.
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