Prozess verzögert sich

Verwirrung um Coronatest von Staatsanwalt

Was geschah wirklich in der Nacht vom 22. auf 23. September im Zimmer 211 eines Linzer Hotels? War der Lette (50) bei Bewusstsein, als seine Landsmänner das Zimmer verließen? Mit Zeugeneinvernahmen und Gutachten versuchte der Linzer Richter am Dienstag die Tatnacht zu rekonstruieren. Ein wichtiger Zeuge schwänzte. Und am Mittwoch ging vorerst nichts weiter, weil der Staatsanwalt positiv auf Corona getestet wurde. Jetzt war aber der zweite Test negativ und er soll doch verhandeln dürfen.

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Für Staatsanwalt Herbert Wolfmayr ist der Tathergang klar: Die drei Angeklagten (51, 45 und 47 Jahre alt) haben ihren Geldwäscher-Komplizen im Streit niedergeschlagen und den Bewusstlosen mit Rum angezündet. Sie leugnen das.

Hotelgäste hörten einen Streit
Am zweiten Verhandlungstag waren vor Richter Christoph Freudenthaler Zeugen und Gutachter am Wort. Studenten aus Tirol, ebenfalls Hotelgäste, wollen den Streit im Zimmer der lettischen Betrügerbande gehört haben. Zwei Zeugen sagten aus, aus dem Zimmer noch eine Stimme vernommen zu haben, als es bereits brannte. Einer, der es wissen müsste, ein Komplize von Angeklagten und Opfer, erschien nicht, hatte bei der Ausreise aus Österreich eine Scheinadresse in Riga (LET) angegeben.

Sachverständiger geht von Brandbeschleuniger aus
Der Brandsachverständige geht vom Einsatz eines Brandbeschleunigers aus. Die Verteidiger-These von Fahrlässigkeit des Opfers, etwa durch eine brennende Zigarette, schließt er aus. Heute könnte es ein Urteil geben. Doch am Vormittag kam es zu einer Verzögerung und reichlich Verwirrung. Der Staatsanwalt wurde positiv auf Corona getestet. Der zweite Test war aber negativ und jetzt soll er doch weiter verhandeln dürfen. Beim Prozess herrschen strenge Regeln. Es gilt eine Maskenpflicht, nur derjenige der spricht darf, wenn er einen 2-G-Nachweis hat, die Maske runternehmen.

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