08.10.2021 11:00 |

Freiwilligenwoche

Das Ehrenamt präsentierte sich in seiner Vielfalt

Am Donnerstag ging die Tiroler Freiwilligenwoche zu Ende. Bei mehr als 100 Workshops, Projekten und Veranstaltungen in Tirol hatten Interessierte die Gelegenheit zum Schnuppern. Die „Krone“ war bei drei unterschiedlichen Events dabei.

Für jeden Geschmack war bei der Freiwilligenwoche etwas dabei. Wer es flott mag, der war am Dienstag in Kufstein richtig. Im Stadtpark luden Roadrunner 6330 und der Verein Abenteuer Demenz zum Rikschafahren mit Senioren. Drei Stunden lang hatten Interessierte die Gelegenheit, das Projekt kennenzulernen und auch die eine oder andere Proberunde zu drehen.

„Radeln ohne Alter“ heißt die Aktion, die Beatrix und Ronald den Outer in Kufstein initiiert haben. Regelmäßig bekommen Altersheimbewohner dadurch die Gelegenheit, die Stadt fast so zu erleben, als würden sie selbst in die Pedale treten.

Ein Wellnessvormittag für die Heimbewohner
Vergleichsweise gemütlich ging es am darauffolgenden Tag im Wohnheim Innere Stadt in Innsbruck zu. Drei Stunden lang verwöhnten Freiwillige die Heimbewohner bei einem Wellnesstag. Während eine von ihnen Armbänder bastelte, gab Kathrin Müller bei stimmungsvollem Ambiente Maniküren und Handbäder. „Ich finde es total interessant, dass man so viele verschiedene alte Menschen treffen kann und alle sehr individuell sind“, ist sie begeistert.

Für Veronika Latta-Flatz vom Freiwilligenzentrum der Caritas ist jeder, der einmal in ein Ehrenamt hineinschnuppert, ein Erfolg. Auch wenn es zu keinem regelmäßigen Engagement kommt, findet sie es wichtig, „dass die Menschen es einfach mal ausprobieren.“

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Den Wellnesstag hatten wir heuer zum ersten Mal. Wir wollten Freiwilligen die Türe öffnen und freuen uns, wie sich die Leute engagieren.

Veronika Latta-Flatz vom Freiwilligenzentrum Tirol Mitte

Begleiten durch den letzten Lebensabschnitt
Auch beim „Letzte Hilfe Kurs“ der Tiroler Hospizgemeinschaft in St. Johann ging es nicht gezielt darum, jemanden anzuwerben. „Der Kurs ist für Menschen, die konfrontiert werden wollen mit diesen Themen“, erklärt Reinhilde Tabernig. Sie koordiniert u.a. die ehrenamtlichen Hospizbegleiter im Bezirk Kitzbühel und leitet auch den Workshop.

Es geht ums Sterben und wie man geliebte Menschen dabei begleitet. Viele Teilnehmer arbeiten im Sozialbereich. Tanja Reiter ist Religionslehrerin. „Darum beschäftige ich mich auch selbst viel mit dem Thema Tod“, erklärt sie, „ich möchte mich allgemein ehrenamtlich in der Hospizarbeit engagieren.“

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Leute, die jemanden begleiten, der im Sterben liegt, haben es emotional schwer. Als Außenstehender hat man es da vielleicht leichter.

Tanja Reiter interessiert sich für die Hospizbegleitung

Einige der Kursteilnehmerinnen sind bereits als ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen tätig. Und im Workshop erhalten sie weiteres Rüstzeug für diese wichtige Arbeit.

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