Obsorgestreit

Mutter bemüht sich auf Naxos um Entscheidung

Oberösterreich
23.03.2011 16:46
Der Prozess um familiäre Gewalttaten gegen den Vater des als "Abschiebekind" bekannt gewordenen Evangelos aus Leonding ist im wahrsten Sinn des Wortes "verblasen" worden: Sturmböen um die 70 km/h behinderten den Fährverkehr von Santorin zum Gericht auf Naxos.

Erst mit siebenstündiger Verspätung wurde der Fährbetrieb von Piräus nach Naxos freigegeben, acht Stunden lang kämpfte sich das Schiff durch hohen Wellengang.

Mittwoch früh um 6.30 Uhr kamen die 36-jährige Mutter von Evangelos, ihre Oma sowie als Berater der Linzer Familienrechtsexperte Günter Tews auf der Insel an, wo schon um 9 Uhr der Prozess gegen Evangelos' Vater aus Santorin beginnen sollte. Doch sein Fährverkehr dürfte nicht freigegeben worden sein.

"Der Prozess wurde daraufhin auf September vertagt. Um nicht sinnlos hierher gereist zu sein, bemühen wir uns nun beim Gericht um eine raschere Obsorgeklärung für Evangelos", so Dr. Tews am Telefon.

Kronen Zeitung

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