Begräbnis in Villach

“Time to say goodbye” nach Unfall mit vier Toten

Kärnten
24.03.2011 12:26
WARUM? Dieses Wort, es schreit jeden an. Es ist auf einem Haus gegenüber der St. Ruprechter Kirche zu lesen und Werbung für ein Museum. Beim Begräbnis von Tanja D. und ihrer Tochter Lisa-Marie ist dieses Wort die Frage, die sich jeder stellt: Warum? Zwei der vier Villacher Unfallopfer gingen ihren letzten Weg.

Die Worte von Pfarrer Erich Schinegger, die Lieder der Lehrer und Mitschüler – trösten können sie nicht. Es ist die "Stunde der Ohnmacht", wie es im Trauergottesdienst nicht besser gesagt hätte werden können.

Es ist ein strahlend schöner Tag, dieser Mittwoch in St. Ruprecht bei Villach. Die Krokusse sprießen um die Kirche, die Frühlingssonne wärmt, doch die Tränen fließen endlos. Jenny, die Schwester von Lisa-Marie, ist es, die ausdrückt, wie die Familie diese Tragödie bewältigen will: "Wir werden noch enger zusammenhalten." 

Herz aus roten Rosen schmückt Grab
Wir, das sind Vater Wolfgang D. und Jennys Bruder Dominik. Dann gehen Tanja und Lisa-Marie zu den Klängen von Andrea Bocelli und Sarah Brightmans "Time to say goodbye" ihren letzten Weg. Ein rotes Herz aus Rosen schmückt das offene Grab. 

Es ist Bürgermeister Helmut Manzenreiter, der mit Blick auf die Aufbahrungshalle den Kopf schüttelt und meint: "Morgen findet die Katastrophe ihre Fortsetzung. Warum?" Am Donnerstag werden nämlich Chiara und Alexa P. zu Grabe getragen. Auch sie starben bei diesem Horrorunfall in Wernberg. WARUM?

von Fritz Kimeswenger, Kärntner Krone

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