Rotes Kreuz hilft

Seelische Erste Hilfe in den schwersten Stunden

Niederösterreich
06.10.2021 12:00
Wenn der Rettungsdienst wegfährt, bleiben sie vor Ort: die Freiwilligen vom Kriseninterventionsteam. Seit nun schon 20 Jahren kümmert sich das Rote Kreuz nach Schicksalsschlägen auch um seelische Wunden – und steht so etwa Hinterbliebenen in den ersten schweren Stunden nach plötzlichen Todesfällen zur Seite.

2001 nach dem Lawinenunglück von Galtür gegründet, ist das Kriseninterventionsteam rund um die Uhr im Einsatz. „Oft werden unsere Ehrenamtlichen von Polizei und Feuerwehr angefordert, etwa nach Unfällen“, erklärt Rotkreuz-Präsident Josef Schmoll. Gab es im ersten Jahr noch 45 Einsätze mit 86 betreuten Personen, standen die geschulten Laien – sie sind allesamt Ehrenamtliche – im Jahr 2019 bereits mehr als 2400 Menschen in schweren Stunden beiseite.

Telefonische Beratung
Corona brachte natürlich neue Herausforderungen, viele Beratungsgespräche mussten am Telefon geführt werden. „Das ersetzt den Einsatz vor Ort aber nicht“, so Schmoll. Wichtig sei aber ähnlich wie bei der Ersten Hilfe die sofortige Einsatzbereitschaft. Diese wurde auch bei der Gasexplosion in Langenzersdorf im heurigen Jänner unter Beweis gestellt, als die Taskforce frühzeitig mit anderen Einsatzkräften alarmiert wurde, um auch das psychische Leid der Betroffenen zu lindern.

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