26.09.2021 07:00 |

Basketballer erzürnt

Causa Wettbetrug: Sport-Skandal ohne Konsequenzen

Im Jänner 2020 schlug der Basketball-Wettskandal um den UBSC Graz hohe Wellen. Fünf Spieler des Klubs wurden wegen vermuteter Wettmanipulationen sowie Flucht- und Verdunkelungsgefahr verhaftet. Ein Jahr und acht Monate später gibt es noch keinen Verhandlungstermin, keine Anklage, geschweige denn ein Urteil! Der UBSC steigt auf die Barrikaden - zumal Spieler wieder spielberechtigt waren.

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Es war ein schwarzer Tag für den steirischen Sport, als UBSC-Klubchef Michael Fuchs am 29. Jänner 2020 vor die versammelten Medien trat. Fünf Spieler aus den USA, Kroatien und Slowenien standen im Verdacht des Wettbetrugs. Der Klub trennte sich umgehend vom Quintett, flog kurzerhand neue Spieler aus den USA ein - alles mit erheblichen Kosten verbunden. Die Saison konnte - auch erfolgreich - beendet werden.

Ein Ende der Verhandlungen scheint aber in weiter Ferne. Vielmehr häufen sich die Meldungen, wonach die Verdächtigen (einer hatte sich nach Bezahlung der Kaution bereits im Frühjahr 2020 mit einem Not-Pass nach Amerika abgesetzt) in der Basketball-Szene wieder aktiv sein sollen. „Wir haben mitbekommen, dass ein Spieler bereits in Argentinien spielen wollte. Ein anderer hat es in Kroatien versucht“, so Klubchef Fuchs.

„Als ob sich Verbrechen bei uns auszahlt“
Problem an der Causa: Während der österreichische Basketballverband die verdächtigen Spieler gesperrt hat, diese nicht mehr in Österreich auflaufen dürfen, laufen die Suspendierungen seitens des Weltverbandes FIBA nach einer gewissen Zeit aus - weil weder Verhandlungstermin geschweige denn ein Urteil in der Causa bekannt sind.

Mittlerweile soll zumindest der Ermittlungsakt seitens der Staatsanwaltschaft Graz an den Basketball-Verband überstellt worden sein. Für Fuchs viel zu spät. „Ich habe selbst mehrmals versucht, mit den Ministerien Kontakt aufzunehmen, mir wurde nicht geantwortet. Der Staat hat die Aufgabe, das zeitnah zu erledigen. Wir sind als Verein stark geschädigt, haben viel Geld verloren und ich frage mich, wie wir zu unserem Geld kommen. Aktuell wirkt das so, als ob sich Verbrechen in Österreich auszahlt.“

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