Seit etwas mehr als einem Monat sind die Steinzeitislamisten der Taliban jetzt in Afghanistan wieder an der Macht. Und wer so naiv war zu glauben, die selbst ernannten Gotteskrieger wären in den vergangenen 20 Jahren moderater geworden, hat sich getäuscht.
Wie hätte das auch passieren sollen? Der Koran hat sich nicht verändert. Die Scharia, das vermeintliche Gesetz Gottes, ebenso wenig. Gottes Wort währt schließlich ewig. Ergo werden auch die Taliban sich nicht ändern. Können es aus ihrer Sicht gar nicht.
Und so wird Afghanistan wieder in der gesellschaftlichen Islamisten-Steinzeit versinken. Die ersten Anzeichen sind unübersehbar.
So wurde in der afghanischen Hauptstadt Kabul jüngst ein Mann an den Pfeiler einer Verkehrstafel gebunden und vor den Augen der Passanten ausgepeitscht. Angeblich hat er ein Mobiltelefon gestohlen. Sollte das stimmen, muss der Mann froh sein, dass ihm nicht auf der Stelle eine Hand abgehackt worden ist.
Frauen werden im Namen Allahs wieder weggesperrt. Höhere Bildung, also alles, was über die Fähigkeit, den Koran zu lesen, hinausgeht, bleibt ihnen verwehrt. Und das Frauenministerium wird jetzt von einem Mullah geführt und soll sich künftig vorrangig um Tugend und Sittentreue kümmern.
Und der Bürgermeister von Kabul hat begonnen, alle Posten in der Stadtverwaltung, die bisher von Frauen besetzt waren, durch Männer zu ersetzen.
Eine Ausnahme: Klofrauen auf öffentlichen Damentoiletten
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