18.09.2021 11:37 |

„Krone“-Kommentar

Pensionsvergleich

Pensionsvergleich
In Deutschland wird demnächst gewählt, und anders als in Österreich kommt das Thema Pensionen im dortigen Wahlkampf kaum vor. Es gab auch im Vorfeld - das wäre bei uns wohl undenkbar - keine „Zuckerln“ für die wohl wichtigste Wählergruppe. Deutschlands Rentner mussten sich sogar mit einer „Nulllohnrunde“ zufriedengeben. Wegen der Corona-Krise wurden Altersbezüge 2021 im Westen gar nicht erhöht und selbst im Osten nur um 0,72%. Dabei geistert das Gespenst der Altersarmut sehr wohl in breiten Teilen der Bevölkerung herum.

Nettoersatzrate
Die sogenannte „Nettoersatzrate“, also wie viel Prozent seines Aktivlohns (als Arbeitnehmer) man im Ruhestand bekommt, liegt bei unseren Nachbarn unter 40 Prozent! In Österreich sind es noch weit über 70%. Für eine private Zusatzpension wurde in Deutschland jahrelang die geförderte „Riester-Rente“ propagiert. Doch ihr ging es wie der „Zukunftsvorsorge“ in Österreich: Seit die Zinsen praktisch null sind, gibt es keine Neuabschlüsse mehr. Einziger Trost für deutsche Rentner ist, dass immerhin 50% auch eine Firmenpension bekommen, bei uns sind das laut dem Wifo-Experten Thomas Url nur 22%.

Arbeiten bis 67
Das (abschlagsfreie) Pensionsantrittsalter steigt in Deutschland seit 2011 stufenweise auf 67 Jahre, 2024 wird es bei 66 sein. Im aktuellen Wahlprogramm von CDU und SPD findet man keine Forderungen mehr nach einer noch längeren Lebensarbeitszeit. Dafür wollen sie die Betriebsrenten ausbauen. Außertourliche Pensionserhöhungen wie in Österreich sind kein Thema.

Manfred Schumi
Manfred Schumi
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Mittwoch, 20. Oktober 2021
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)