14.09.2021 08:00 |

Präsenzunterricht

Ein Schuljahr zwischen Hoffen und Bangen

Viel Vorfreude, aber auch Verunsicherung und Bürokratie: Der zweite Schulstart in Tirol zu Corona-Zeiten steht im Zeichen der Rettung des Präsenzunterrichtes.

Für 93.500 Schülerinnen und Schüler in Tirol begann am Montag das Unterrichtsjahr 2021/22. Jeder hofft, dass es ohne Cluster, Quarantäne und Homeschooling auskommt. Das Bildungsministerium hat dazu den 589 Tiroler Schulen den Leitfaden „Sichere Schule“ erstellt. Eltern, Lehrer, Bildungsdirektion – alle eint das gemeinsame Ziel, den Präsenzunterricht über das gesamte Schuljahr hinüber zu retten.

Einverständniserklärung zu Beginn
Der Schulbeginn stand unter dem Zeichen erhöhter Bürokratie und Verunsicherung: Die Eltern mussten eine Einverständniserklärung abgeben, mit der Testoffensive an den Schulen einverstanden zu sein. Zweimal Antigen- und einmal PCR-Testung durch Gurgeln müssen die Kinder und Jugendliche pro Woche absolvieren. „Für die Schüler ist das neu. Bisher kannten sie ja nur die Stäbchen“, sagt eine Mutter aus dem Zillertal, „das sorgt für Verunsicherung.“ Die Schulen bzw. die Bildungsdirektion Tirol müssen sicherstellen, dass die Proben rasch ins Labor transportiert und ausgewertet werden. Getestet werden auch Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter.

Drei Wochen Sicherheitsphase
Maskenpflicht bzw. 3-G-Regel bleiben vorerst aufrecht. Drei Wochen dauert diese „Sicherheitsphase“. Es hängt vom Infektionsgeschehen ab, wie es danach weitergeht. Die Entscheidung trifft die Corona-Kommission, die drei Risiko-Stufen kennt: Alles unter einer Inzidenz von 100 bedeutet ein geringes Risiko in den Bildungseinrichtungen, alles über 200 wird als hohes Risiko klassifiziert. Spätestens dann wird es eine Änderung der Spielregeln geben, in den Fächern Sport und Musik auch schon früher.

Schul-Impfaktionen
Im Rahmen der Aktion „Tirol Impft“ bieten Land und Bildungsdirektion Impfaktionen für Über-12-Jährige an: An den Impftagen (für Erst- und Zweitimpfungen) werden teilnehmende Jugendliche unter der Aufsicht von Lehrpersonen mit organisierten Bussen von der Schule zum Impfzentrum und retour gebracht. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos. Kinder unter 14 Jahren benötigen das Einverständnis der Eltern oder Erziehungsberechtigten, Jugendliche ab 14 Jahren können selbst entscheiden. Verimpft wird BioNTech/Pfizer. Neu im Einsatz sind heuer auch Luftreinigungsgeräte in den Klassen, aber nur in wenigen Schulen.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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