13.09.2021 06:00 |

Zuspruch für Maßnahme

Discobetreiber: „Die 2G-Regel kommt zu spät“

Die Nachtgastronomie musste als Erste schließen und durfte als Letzte öffnen. Jetzt treffen Verschärfungen wieder zuerst die Discobetreiber. Denn ab einer Auslastung von 15 Prozent auf den Intensivstationen soll die 2G-Regel zum Zug kommen. Was sagen die Wiener Nachtgastronomen dazu? Die „Krone“ hat nachgefragt.

Mehr als ein Jahr lang waren die Diskotheken der Stadt geschlossen. Erst im Sommer durften sie wieder aufsperren. Doch bevor die warme Jahreszeit überhaupt vorbei ist, steigen die Inzidenzen bereits ins Unermessliche. Ausgelassen tanzen und feiern wird wieder zum Risikofaktor. Verschärfungen müssen her, genauer gesagt die 2G-Regel, die wieder einmal die Discobetreiber trifft. Aus der Branche selbst kommt Zuspruch, die Maßnahme wird großteils unterstützt.

„Ich finde, das ist eine vernünftige Lösung. Man darf die Augen nicht verschließen“, sagt Jenny Salchenegger, Chefin der Bettelalm in der City. „Die Menschen möchten mit gutem Gewissen feiern.“ Angst vor Umsatzverlusten dadurch hat sie nicht. „Wir sind bereits wieder auf dem Niveau vom Jahr 2019“, sagt sie. Die meisten Gäste würden die Kontrollen honorieren. Nur selten gebe es Probleme.

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Die Menschen möchten mit gutem Gewissen feiern.

Jenny Salchenegger, Chefin der Bettelalm

So ist es auch bei Stefan Stürzer, der Das Werk auf der Spittelauer Lände betreibt. „85 Prozent unserer Gäste sind bereits geimpft“, weiß Stürzer. Die 2G-Regel unterstützt er. Aber: „Sie kommt einfach zu spät. Das hätte man schon viel früher einführen müssen, nicht erst, wenn die Zahlen in lichte Höhen schießen.“ Er befürchtet bereits einen neuen Lockdown für die Nachtgastronomie ab Oktober.

Nicht ganz so dramatisch sieht das Stefan Ratzenberger von der Vereinigung der österreichischen Nachtgastronomen. Auch sie begrüßen die 2G-Regel und dass es keine Beschränkung bei der Sperrstunde und der Gästeanzahl gibt. „Wir sind froh, dass wir mitverhandeln konnten. Dass die 2G-Regel erst ab 15-prozentiger Auslastung auf den Intensivstationen gilt, ist eine gute Lösung“, sagt er. Nachsatz: „Zum Glück ist es kein 1 G geworden.“

Viktoria Graf
Viktoria Graf
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