Alarmierende Zahl

335 Einbrüche wurden im heurigen Winter gemeldet

Kärnten
11.03.2011 16:32
Das ist alarmierend: Allein im Winter gab es in Kärnten 335 Einbrüche in Häuser und Wohnungen. Kriminelle hatten in den vergangenen sechs Monaten die Dämmerung ausgenutzt, um reiche Beute zu machen.

Täglich werden in Kärnten Einbrüche in Häuser und Wohnungen verübt! Während die Verantwortlichen der Polizei das Problem hinunterspielen, wurden jetzt die konkreten Zahlen bekannt. Alleine in den vergangenen sechs Monaten verübten "Dämmerungstäter" 335 Einbrüche; in den vergangenen drei Wochen waren es 50! Der Schaden geht in die Zigtausend Euro. 

Doch es ist nicht nur der finanzielle Schaden, den die Opfer der Einbrecher zu tragen haben. Ein Drittel aller Einbruchsopfer wird von Ärger, Angst, Schlaflosigkeit geplagt und braucht eine lange Behandlung, um dieses Trauma zu verarbeiten. Sogar vor hochrangigen Kärntner Polizei-Offizieren machen die dreisten Täter nicht halt. Dennoch hält sich der Erfolg der Uniformierten noch in Grenzen; vielleicht werden deshalb nur die wenigsten Fälle von der Polizei veröffentlicht. 

"Täter suchen sich Einbruchsobjekte willkürlich aus"
Dabei kommen täglich neue Einbrüche in Wohnhäuser und Wohnungen dazu. So gab es in Klagenfurt in diesem Winter schon 110 Dämmerungseinbrüche. "Am öftesten schlagen die Unbekannten zwischen Villach und Klagenfurt entlang der Südautobahn zu", verrät ein Kripo-Ermittler. "Die Täter suchen sich ihre Einbruchsobjekte dabei willkürlich aus, je einfacher man es ihnen macht, umso größer die Chance, ungeliebten Besuch zu erhalten." 

In die Gebäude gelangen die Täter ebenfalls gleich unspektakulär: Fenster werden eingeschlagen, Türen aufgebrochen, aber auch klassisch die Schlosszylinder abgedreht. Bei der Kripo gehen die Ermittler laut neuesten Erkenntnissen davon aus, dass die Täter Großteils über den Wurzenpass von Slowenien nach Kärnten kommen, hier ihre Coups verüben, und danach in Unterkärnten wieder ausreisen. 

Ein Ermittler: "Laufend werden Fahrzeuge mit slowenischen Kennzeichen in Tatortnähe wahrgenommen." Übrigens: Erst Ende Februar konnte so etwa ein Bosnier an der kroatischen Grenze festgenommen werden, der in Pörtschach und St. Veit Einbrüche verübt haben soll. 

von Hannes Wallner, Kärntner Krone

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