Erinnerungen an 2004

Schuller machte KAC im Derbyfinale zum Meister

Kärnten
11.03.2011 12:00
Das Erste, was Dave Schuller zu jenem legendären 13. April 2004 einfällt, an dem er im fünften Entscheidungsspiel in der Verlängerung das letzte Play-off-Duell gegen den VSV für KAC entschied und den 28. Titel für den Rekordmeister sicherstellte, ist Teamkollege Harry Ofner. "Der stellte sich tatsächlich um 6 Uhr früh in der Riesenschlange vorm Reisebüro an, um noch Karten zu kaufen. Eine Stunde später gab er auf. Er wusste, bis er drankommt, sind alle Tickets weg."

Dave ist Steirer, dennoch ist ihm der Kärntner Derbystolz längst in Fleisch und Blut übergegangen. "Zuvor war Ostern, ich hab mit Philippe Horsky und Ofner bei Herbie Ratz gefeiert." Die Halle war so voll, dass viele Fans gar nichts sahen. "Nach zwei Dritteln stand’s 1:1. Als Lanzinger auf 2:1 für VSV stellte, dachte ich, alles ist vorbei, aber fast im Gegenstoß glich Koch aus."

"Mich hat erstmals die Angst gepackt"
Die Saison war damals nicht gut für ihn verlaufen, "ich hab’ kaum gespielt, wollte schon weg. Coach war damals der Finne Jorma Siitarinen, der wusste, dass er gehen muss – eine komische Situation in der Kabine. Vor der Verlängerung war das Knistern unübertreffbar, jeder war so mit sich selbst beschäftigt, dass er auf nichts mehr reagierte. Es war sehr still, jeder wusste: Overtime, alles oder nichts. Mich hat erstmals in meiner Karriere die Angst gepackt, ich hatte Mühe, die Fassung zu bewahren."

Im ersten Wechsel hat er dann nicht lange gespielt, danach kam der entscheidende zweite. "Plötzlich war viel Platz. Ich hab’ Schwung genommen, der Pass von Joschi Reichel kam perfekt." Er hat Herbie Hohenberger überspielt, stand dann alleine vor Prohaska. "Ich dachte nur: Wart, nicht schießen. Dann war das Tor leer, ich musste nur noch vollenden."

"Ich hab keine Luft gekriegt"
Das Gefühl danach war unbeschreiblich. "Du hast die Serie entschieden." Alle warfen sich über ihn, "ich hab keine Luft gekriegt. Erst Horsky hat die Jungs geschlichtet." Dann drehte Dave mit Bruder Alban auf der Schulter Ehrenrunden, eineinhalb Stunden gab er Autogramme. Erst dann kam er in der Kabine.

Und fiel schon um 3 Uhr müde ins Bett. Das Gefühl, ein wichtiges Puzzlestück in der ruhmreichen Meistergeschichte des KAC zu sein, bleibt für immer. "Letztlich hat’s meiner Karriere erst den nötigen Push gegeben." Ratz, Reichel, Hager spielen vom Meisterteam noch, Viveiros, Ressmann sind nun Coaches. Von den "Adlern" sind noch Prohaska, Kaspitz dabei, Stewart ist Trainer. 

Ab Dienstag nun will Schuller den VSV wieder rausboxen: "Wir haben wieder vier Linien, müssen damit Volldampf machen."

von Christian Tragner, Kärntner Krone

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