Die Gegend am Hengstpass gefällt einem Wolf offensichtlich. Drei Mal lief er seit Juni Menschen über den Weg, ließ sich auch schon knipsen. Kratzer an einem jungen Rind, das er angegriffen hatte, bestätigten durch Gen-Spuren eindeutig: Es ist ein „Italiener“, der hier herumschleicht. Heuer gab’s schon 16 Wolfsmeldungen.
Die DNA-Vergleiche zeigen deutlich, dass in Oberösterreich mehrere Wölfe unterwegs sind oder waren und diese vom Süden und Norden ins Land einwandern.
Seit Juni da
So ist jenes Tier, das am Hengstpass unterwegs ist und zuletzt am 24. und 26. August gesehen und auch fotografiert worden war, aus der italienischen Population. Auf der Egglalm am Hengstpass hatte ein junges Rind verdächtige Kratzspuren und darin war das Genmaterial des Angreifers zu finden. Das erste Mal war ein Wolf bei der Karlhütte am Hengstpass am 11. Juni gesichtet worden - von damals gibt’s aber weder ein Bild noch andere Beweise.
Herkunft geklärt
Geklärt ist auch die Herkunft des Wolfes, der am 24. Juli in Helfenberg gefunden worden war. Er ist aus dem Norden, also Deutschland oder Tschechien zugewandert. Nur einen Tag zuvor war bei Windhaag bei Freistadt ein gerissenes Reh gefunden worden. Hier ergab die Analyse auch, dass der Wolf aus dem Norden kam.
Neues Paar an Grenze
Sein Revier über die Landesgrenzen bis in den Bereich St. Georgen am Walde im Mühlviertel hat auch ein Wolfs-Pärchen erschlossen, das sich bei Gutenbrunn in Niederösterreich angesiedelt hat. Etwas nördlich ist bekanntlich eine Wolfsfamilie, die auch schon für Nachwuchs und rund um Liebenau für Aufregung gesorgt hatte, spurlos verschwunden.
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