Wegen des Wetters

Steyrerin hat „Mangelware“ im Überfluss

Gutes Obst und Gemüse wegwerfen? „Nicht mit uns“, sagt Cornelia Diesenreiter, die 2016 die Marke „Unverschwendet“ gegründet hat. In den letzten fünf Jahren hat die Steyrerin mehr als 150.000 Kilo Lebensmittel gerettet und mit Partnern wie Delikatessen-Spezialist Staud’s zu Marmeladen, Chutneys und Co. verarbeitet.

Die Nachfrage von Landwirten, die Überschüsse anbieten, steigt ebenso wie jene von Kunden, denen die Produkte der Feinkost-Marke schmecken. „Wir sind sehr glücklich, wie sich alles entwickelt“, sagt Cornelia Diesenreiter, die mit ihrem Bruder Andreas „Unverschwendet“ führt. Mit der „Krone“ sprach Diesenreiter über...

  • Das Angebot an Obst und Gemüse, das gerettet werden soll: „Wir bekommen wirklich unfassbar viele Überschüsse angeboten, heuer vor allem viele Marillen mit Frostzungen. Das ist ein ästhetischer Mangel, der durch den Frost entstanden ist. Geschmacklich macht das aber gar nichts. Wir haben heuer über 17.000 Kilo Marillen gerettet. Auch Kirschen gab es viele, da die reifen Früchte bei den Unwettern aufgeplatzt sind und nicht mehr als Frischware verkauft werden können.“
  • Die Firmenentwicklung: „Insgesamt haben wir schon über 150.000 Kilo Obst und Gemüse gerettet. Heuer kommen mindestens 100.000 Kilo dazu. Nur zum Vergleich: Im ersten Jahr waren es noch 2300 Kilo.“
  • Trends bei Obst und Gemüse: „Wir bekommen viele Trend-Früchte angeboten, also zum Beispiel besondere Sorten von Tomaten und Paprika, die leider nicht so wirklich Absatz finden.“
  • Ihre Pläne, Überschüsse weiterzuvermitteln: „Wir haben eine Datenbank zur Erhebung der Überschüsse programmiert, in der wir nun fleißig alle Daten sammeln. Durch Corona fiel die Vermittlung von Obst und Gemüse an die Gastro aus, das läuft daher noch langsamer an.“
Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Montag, 20. September 2021
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