28.08.2021 08:30 |

Wohnpaket soll helfen

Schein-Hauptwohnsitze und andere Schlupflöcher

In Tirol gibt es - wie berichtet - zehntausende Freizeitwohnsitze, die die Wohnungsnot befeuern. Ein generelles, landesweites Verbot ist nicht geplant - denn dieser Bann würde auch Bauernhöfe treffen. Mit einem 24-Punkte-Wohnpaket will das Land gegensteuern.

In besonders begehrten Regionen liegt die Freizeitwohnsitzquote bei weit über 8% des Wohnungsbestandes. Immense Nachfrage aus dem EU-Ausland besteht aber trotzdem. Kreative Lösungen sind gefragt. Bei Chaletdörfern und Campingplätzen hat das Land einen Riegel vorgeschoben. Hier wurde touristische Infrastruktur gekauft – offiziell, um sie zu vermieten.

Andere Möglichkeit: Der Investor kauft eine Wohneinheit und deklariert diese als Hauptwohnsitz. Die Gemeinde muss dann beweisen, dass das Objekt nicht so genutzt wird – mitunter ein langwieriges Ringen mit den Anwälten der Investoren.

Taskforce kam nicht zustande
Hier kommt der Liste-Fritz-Vorschlag einer Taskforce mit eigens geschulten Experten ins Spiel, der kurz vor Ausbruch der Pandemie 2020 von LR Johannes Tratter und Gemeindeverbandspräsident Ernst Schöpf aufgegriffen, aber nicht weiterverfolgt wurde.

Land präsentierte Wohnpaket
Mit einem aus 24 Punkten bestehenden Wohnpaket will das Land die davongaloppierenden Preise beim Wohnen in den Griff bekommen und die Spekulation eindämmen.

Zitat Icon

Der größte Treiber ist die Niedrigzinspolitik, die das Geld in den Immobilienmarkt spült und die Preise steigen lässt. Diese Entwicklung betrifft nicht nur Tirol, sondern ist europaweit ein Problem.

Landeshauptmann Günther Platter

„So vielschichtig wie die Gründe für steigende Wohnpreise sind, so vielfältig müssen auch die Gegenmaßnahmen sein“, erklärte die Regierung bei der Präsentation des bereits zweiten Wohnpakets.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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