Bursch angezeigt

Aus Liebeskummer Suchaktion der Polizei ausgelöst

Oberösterreich
04.03.2011 10:30
Eine große Suchaktion mit Hubschraubern und Diensthunden haben zwei Burschen (18 und 19) am Donnerstagabend im Bezirk Vöcklabruck ausgelöst. Der Ältere sei von vier Burschen attackiert worden und daraufhin in den Wald geflüchtet, so sein jüngerer Freund gegenüber der Polizei. Doch wie sich herausstellte, saß der 19-Jährige den ganzen Abend daheim - die Aktion soll er aus Liebeskummer angezettelt haben!

Der 18-Jährige rief kurz nach 21 Uhr die Polizei und erklärte, dass vier Burschen seinen Freund vor einer Disco in Regau mit einem Messer im Gesicht verletzt hätten. Der 19-Jährige sei daraufhin in den Wald geflüchtet und werde verfolgt.

Beamte fahndeten sofort mit Diensthunden nach dem vermeintlichen Opfer und stellten telefonischen Kontakt zu ihm her. Der 19-Jährige behauptete dann gegenüber den Uniformierten, dass er noch immer im Wald sei und verfolgt werde: Er sei orientierungslos und habe Angst.

Weil die Aussage des jungen Mannes glaubwürdig erschien, wurde die Suche verstärkt: Rettung, weitere Polizeistreifen, ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera sowie ein ortskundiger Jäger machten sich auf den Weg. Nachdem die Einsatzkräfte eineinhalb Stunden das Gebiet durchkämmt hatten, klärte schließlich der Vater laut Exekutive den Sachverhalt auf: Sein Sohn habe den ganzen Abend zu Hause verbracht.

Verletzungen selbst zugefügt
Der 19-jährige amtsbekannte Beschäftigungslose litt laut Beamten unter Liebeskummer. Deshalb habe er sich die Verletzungen im Gesicht offenbar selbst zugefügt und die Geschichte frei erfunden. Ein Alkotest verlief positiv. Der Bursch wurde angezeigt, so die Polizei am Freitag.

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