Erst tätschelte Bobby Lukas Keeper Westlund den Kopf, dann drehte er zwei Runden am Eis, ehe auch er in der Kabine verschwand. 40 Minuten waren gespielt – und Linz durfte hoffen! Nachdem Cashman 102 Sekunden vor der Sirene auf 2:3 gestellt hatte (38.). Ein wichtiges Tor! Entgegen dem Spielverlauf! Gesamt waren die Linzer 125 Sekunden in 3-gegen-5-Unterzahl. Dazu verloren sie Bronilla mit Spieldauerstrafe (31.).
Dabei hatte das Spiel so gut begonnen: mit dem 1:0 (9.) durch Purdie! Das erste Tor für Linz nach 140 Minuten. Nur 25 Sekunden später das 1:1 (9.). Und es kam schlimmer – 1:2 (17.), 1:3 (20.). Danach die Black Wings am Boden – auch Westlund, der beim Abgang in die Kabine seinen Schläger gegen die Bande drosch. Frust, Enttäuschung! Die nach dem 2:3 der Hoffnung wich. Im Schlussabschnitt der schnelle Dämpfer – in Form des 4:2 für Villach (42.). Dann wieder Linz am Drücker – und Jubel über das 3:4 (48.). Torschütze: Purdie. Die Black Wings setzten nach, hatten Chancen durch Purdie (50., 57.), Shearer (50.), Oberkofler (54., 56.), Ward (59.), Keller (58., 59.), Cashman (59.). Doch Villach traf – 3:5 (60.)! Der Endstand.
Nachdem die Black Wings nun in der Serie 0:3 zurückliegen – und ein "Wunder von Wien" brauchen. Im Vorjahr hatten sie ja die Halbfinalserie gegen die Capitals nach einem 0:3-Rückstand noch 4:3 gewonnen. Die Leidenschaft, mit der man am Donnerstag in der Schlussphase agierte, schürt die Hoffnung, dass man es schaffen kann.
von B. Kneidinger, "OÖ Krone"
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