Revier verteidigt

Fischer wird als Tierquäler vor Gericht stehen

Oberösterreich
21.08.2021 08:08

Nun ist es fix: Die Staatsanwaltschaft Wels hat gegen einen Fischer aus Scharnstein in Oberösterreich einen Strafantrag wegen des Verdachts der Tierquälerei eingebracht. Der 66-Jährige soll in den vergangenen Jahren immer wieder geschützte Tiere kaltblütig erschossen haben, weil diese seinem Fischbestand zu nah gekommen waren.

Der 66-Jährige – für den die Unschuldsvermutung gilt – verfügte über einen tadellosen Ruf, galt als geschätzter und honoriger Fischzüchter mit viel Fachkenntnis, der in seiner Profession auch auf Funktionärsebene erfolgreich war. Doch irgendwann dürfte seine Leidenschaft überhandgenommen und einen Tunnelblick bei ihm verursacht haben. Um seine Fische zu schützen, war ihm offenbar jedes Mittel recht.

Auch streng geschützte Tiere
Mit einem Gewehr soll der in Scharnstein lebende Mann in seinem Fischereirevier entlang des Almflusses auch streng geschützte Tiere abgeschossen haben. Angeblich aus Angst, dass diese den Fischen zu nahe kommen könnten. Ein anonymes Schreiben samt Fotos an den WWF-Wien brachte den Fall ins Rollen. „Bei den Ermittlungen ist es gelungen, dem Mann die Tötung von zumindest vier Gänsesägern und drei Fischottern nachzuweisen“, bestätigt Silke Enzlmüller, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wels.

Vier Jahre lang
Die Taten sollen im Zeitraum zwischen 2017 und März 2021 stattgefunden haben. Bei einer Hausdurchsuchung wurden auch Trophäen sichergestellt sowie am Computer abgespeicherte Fotos von erlegten Tieren.

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