Verwaltungsreform

Oberösterreich legt Behörden zusammen

Oberösterreich
01.03.2011 14:20
Oberösterreich setzt den nächsten Schritt in der Verwaltungsreform. Im Politischen Lenkungsausschuss ist am Montag einstimmig die Zusammenlegungen von mehreren Behörden und Einrichtungen beschlossen worden: Bei einigen Forschungs- und Kultureinrichtungen, dem Krisen- und dem Katastrophenschutzmanagement sowie den bestehenden Agrarbezirksbehörden sollen Doppelgleisigkeiten beseitigt werden.

Pro Legislaturperiode erwartet das Land mehr als 21 Millionen Euro an Einsparungen, wie Landeshauptmann Josef Pühringer und Agrarlandesrat Max Hiegelsberger (beide ÖVP) am Dienstag berichteten. Die größte Kostenreduktion - 19,4 Millionen Euro auf sechs Jahre - soll die Zusammenlegung der beiden Agrarbezirksbehörden Gmunden und Linz-Urfahr bringen.

Die rund 140 Dienstposten werden bis 2014 durch Versetzungen und natürliche Abgänge auf die Hälfte reduziert, kündigte Hiegelsberger an. Da die Bodenreform im Wesentlichen abgeschlossen sei, könne künftig auch eine verkleinerte Mannschaft die nötigen Aufgaben bewältigen.

Das Landeskulturzentrum Ursulinenhof und das OK Offene Kulturhaus kommen 2014 unter ein Dach, was knapp 1,3 Millionen Euro pro Legislaturperiode sparen soll. Im Bildungs- und Forschungsbereich wird eine neue Innovationsholding geschaffen, in die bisherige Landesgesellschaften und -beteiligungen eingebracht werden (300.000 Euro in sechs Jahren).

Weitere 212.000 Euro soll die Strukturbereinigung im Katastrophenschutz bringen. Die Abteilung Krisenmanagement im Präsidium und das Katastrophenschutzmanagement in der Direktion Inneres und Kommunales werden zusammengefasst.

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