Bereits entschuldigt
Kairo: Ägyptische Armee geht gegen Demonstranten vor
Augenzeugen sagten, als Militärpolizisten begonnen hätten, die Demonstranten mit Gewalt zu vertreiben, hätten diese gerufen: "Volk und Armee arbeiten Hand in Hand." Daraufhin habe sich die Lage wieder beruhigt. Einige Aktivisten riefen jedoch am Samstag zu einem Protest "gegen die Angriffe der Armee auf Demonstranten" auf.
Die ägyptische Armee hat sich allerdings für die vermutlich unbeabsichtigte Auseinandersetzung mit den Demonstranten öffentlich entschuldigt. Die Armeeführung veröffentlichte am Samstag eine Entschuldigung und versprach, dies werde sich nicht wiederholen. Der Militärrat sprach von "unbeabsichtigten Spannungen" zwischen der Militärpolizei und den "Söhnen der Revolution".
Demonstranten wollen Mubarak vor Gericht sehen
Die Demonstranten hatten am Freitag ein Gerichtsverfahren gegen Ex-Präsident Hosni Mubarak gefordert. Außerdem verlangten sie den Rücktritt der Übergangsregierung des noch von Mubarak eingesetzten Ministerpräsidenten Ahmed Shafiq und die Aufhebung des Ausnahmezustandes.
Die Soldaten und Offiziere der Armee hatten sich während des Volksaufstandes gegen Mubarak stets herausgehalten, was ihnen die Regierungsgegner hoch angerechnet hatten. Inzwischen wird in Oppositionskreisen jedoch über eine mögliche "Konterrevolution mit Unterstützung der Armee" spekuliert.












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