09.08.2021 18:00 |

Verkehrsclub-Statistik

Seit 2016: Drei Kinder bei Unfällen getötet

In den Bezirken Imst, Innsbruck Land, Innsbruck Stadt, Kitzbühel, Landeck, Lienz und Reutte steht bei tödlich verunglückten Kindern im Verkehr die Null. In den zwei anderen nicht. Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) fordert Maßnahmen, um die Sicherheit zu erhöhen. Vor allem Tempolimits und Verkehrsberuhigung.

Im Bezirk Schwaz mussten zwei tote Kinder bei Verkehrsunfällen beklagt werden, im Bezirk Kufstein eines. Im selben Zeitraum wurden mehr als 1500 Kinder bis 14 Jahre in ganz Tirol verletzt. Das zeigt eine VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria. Der VCO fordert deshalb in Wohngebieten sowie im Umfeld von Schulen oder Spielplätzen eine Verkehrsberuhigung. Im aktuellen Verkehrssystem werde auf die Schwächsten zu wenig Rücksicht genommen. Bewegungsmangel sei außerdem ein zunehmendes Problem. „Eine Verkehrsplanung, die das Gehen und Radfahren fördert, ermöglicht es, tägliche Bewegung in den Alltag zu integrieren“, erklärt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.

Anzahl der Kinder sind ein Qualitätsmerkmal
Die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die mit dem Fahrrad Alltagswege zurücklegen, seien ein Indikator für die Qualität der Verkehrsplanung. Sichere Bedingungen würden auch zu mehr Bewegung bei den Kindern führen. Geht es nach dem VCÖ, müsse man Gefahrenstellen, wie etwa unübersichtliche Übergänge, zu schmale oder fehlende Gehwege oder zu hohes Tempo des Kfz-Verkehrs, rasch beseitigen. Zwischen Siedlungen und dem Ortsgebiet wünsche man sich getrennte Geh- und Radwege.

Martin Oberbichler
Martin Oberbichler
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