Wahnsinn! Die polarisierende Tourismuskampagne „Linz ist Linz“ hat ihr Ziel erreicht: Man spricht darüber. Off- wie online hatte der dreiminütige Spot über die „Stadt ohne Schnickschnack und Klischees“ zu Redaktionsschluss bereits mehr als 90.000 Aufrufe. Grund genug für die „Krone“, die Hauptdarsteller zu besuchen.
Während die Stadtgranden nach wie vor kein gutes Haar am neuen Linz Tourismus-Clip lassen, zieht dieser immer weitere Kreise. Donnerstag zählte er bereits mehr als 90.000 Aufrufe und unzählige Kommentare von Usern aus dem In- und Ausland. Mit dem Video begeistert man vor allem Jugendliche weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die provokante Werbung kommt an. Vorweg: Der Linz Tourismus hat diese Art Kampagne zwar für sich entdeckt – aber nicht erfunden. Vorreiter waren die Berliner Verkehrsbetriebe, die mit solchen Clips schon deutschlandweit polarisierten.
Linzer Originale
Wie in jedem Werbefilm findet man auch in „Linz ist Linz“ einige professionelle Schauspieler. Doch sehr wohl auch Linzer Originale. Wie etwa Walter Klinger, der auch im echten Leben die Stadtflanierer mit seiner Stimme begeistert. Als „Elton John der Landstraße“ bekommt der sehbehinderte Musiker heuer auch – wie berichtet – seine große Bühne beim „Krone“-Fest, auf die er sich schon sehr freut.
Mohamed Saleh ist glücklich
Und auch der charmante Blumenverkäufer im Video musste in keine Rolle schlüpfen. Mohamed Saleh hat tatsächlich sein Blumengeschäft in der Herrenstraße. Bereits im Vorjahr machte er von sich reden: Weil er „nicht einfach nur faul daheim rumliegen wollte“, hatte er sein im Lockdown geschlossenes Geschäft kurzfristig zur Freude seiner Stammkunden in einen Bio-Obst- und Gemüseladen umfunktioniert.
Beim donnerstägigen „Krone“-Lokalaugenschein verriet der stets freundliche Ägypter auch gleich, was ihm „Linz ist Linz“ bescherte: „Ich bin glücklich. Nicht nur die Dreharbeiten machten Spaß, jetzt sprechen mich auch ganze viele Menschen auf das Video an.“
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