Fataler Fehler

Jäger erschoss bei der Jagd Hund der Kollegin

Tirol
17.02.2011 19:18
Ausgerechnet dem Aufsichtsjäger ist dieser Fehler passiert! Bei der Bewegungsjagd, bei der Hunde Füchse aufspüren und bei der die Jäger dann schnell reagieren müssen, drückte der Mann beim falschen Tier ab. "Das darf einfach nicht passieren, da ist eine der Grundregeln missachtet worden", sagt Bezirksjägermeister Messner.

Am Samstag der Vorwoche rückten mehrere Jäger zu einer sogenannten Bewegungsjagd im Großraum Innsbruck aus. Dabei postieren sich die Waidmänner an genau ausgemachten Stellen und warten bis ihnen ein Fuchs vor die Schrottflinte läuft. Die Füchse werden von kleineren Hunden in den Bauten aufgespürt und in die Flucht getrieben.

Die einzelnen Jäger warten also im Gelände bis sich etwas rührt. Und dann muss schnell reagiert werden. Doch dabei gilt es einen der Hauptgrundsätze der Jägerei zu berücksichtigen: "Man darf erst schießen, wenn man sich 100-prozentig sicher ist, dass man jenes Tier im Visier hat, das man auch erlegen möchte", erklärt dazu Thomas Messner. Es könne ja auch ein Mensch plötzlich hinter eine Geländekuppe auftauchen, ergänzt der Bezirksjägermeister.

Das ist am Samstag zum Glück ja nicht passiert – aber statt eines Fuchses tauchte plötzlich ein großer Hund vor dem Lauf des Aufsichtsjägers auf. Entgegen der Vorschrift schoss der Jäger zu schnell und traf die steirische Rauhhaarbracke der Kollegin, die auch irgendwo im Gelände stand. Der große Hund – der nur schwer mit einem Fuchs zu verwechseln ist – wurde tödlich getroffen.

Ob der Vorfall jagdrechtliche Konsequenzen hat, bleibt offen. Da müsste er grob fahrlässig gehandelt haben. Von den Kollegen wird er aber wohl so manchen bissigen Kommentar zu hören bekommen.

von Stefan Ruef, "Tiroler Krone"

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