In Kärnten liegt die Bergwacht wegen wilden Campierens auf der Lauer, das an Flüssen und Seen von Jahr zu Jahr mehr überhand nimmt und für großflächige Verschmutzungen sorgt. Strenge Kontrollen sind über den Sommer geplant. Es drohen Geldstrafen bis zu 3630 Euro, im Wiederholungsfall bis zu 7260 Euro.
„Urlauber, Einheimische und auch Fischer, die ihrem Hobby nachgehen, machen gleich einen Urlaub am Wasser daraus und verweilen oft mehrere Wochen in der freien Natur, was aber strengstens verboten ist“, sagt Wilfried Kilzer von der Bergwacht Klagenfurt. Er hat schon unglaubliche Dinge erlebt und ärgert sich zunehmend vor allem über die Verschmutzung.
Von Batterien bis hin zu benutzten Windeln
„Nicht nur, dass die Leute ihren Dreck einfach liegen lassen, sie verrichten auch ihre Notdurft rund um ihre Campingstelle“, ist der Bergwacht-Beamte erschüttert. Von Autoreifen über Batterien bis hin zu benutzten Windeln und vor allem jede Menge Fäkalien musste Kilzer bereits in Augenschein nehmen. Campiert wird oft mit großen, nicht erlaubten Zelten, Wohnwagen und noch dazu wird auch offenes Feuer zum Kochen verwendet, was ebenfalls in der freien Landschaft streng verboten ist.
Ein Mann hatte sogar zwei Monate in seinem Campingwagen in der freien Natur verbracht. Rundherum hinterließ er nur Dreck.
Wilfried Kilzer, Bergwacht Klagenfurt
Kilzer weist darauf hin, dass etwa zur Ausübung der Fischerei nur ein Wetterschutz verwendet werden dürfe. Zum Delikt des unerlaubten Campierens kämen in den meisten Fällen dann noch die Verordnungen „Verunstaltung der Landschaft“ und „Fahren und Abstellen von Fahrzeugen“ dazu.
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