Im Herbst 2020 erreichte die Corona-Pandemie ihren Höhepunkt im Bezirk Schwaz. Das dortige Krankenhaus war zwar gut darauf vorbereitet, dennoch war es ein Kraftakt für die Mitarbeiter: „Wir waren im November extrem gefordert, aber durch den großen Zusammenhalt und die Loyalität der gesamten Belegschaft haben wir diese Krise gemeinsam gemeistert. Durch dynamische Prozesssteuerung reagierten wir schnell und flexibel auf die jeweilige Situation. So konnten wir parallel zur Versorgung der Covid-Patienten den Regelbetrieb weiterführen“, blickt Geschäftsführer Andreas Hoppichler auf die Herausforderungen zurück.
Dank der Unterstützung vom Land Tirol und einer Steigerung von geplanten Operationen für einheimische Patienten konnte man das Geschäftsjahr 2020 dennoch positiv abschließen.
Es musste neben den Covid-Sicherheitsmaßnahmen bei jeder angesetzten OP der Gesundheitszustand der stationären Covid-Patienten mitbedacht werden.
Ärztlicher Leiter Peter Heininger
518 Corona-Patienten
Im Zeitraum von September bis Mai wurden 518 Covid-Patienten im BKH Schwaz behandelt, 45 davon intensivmedizinisch. Um den regulären OP-Betrieb trotz Pandemie zu ermöglichen, war allerdings ein großer organisatorischer Aufwand notwendig, wie der Ärztliche Leiter Peter Heininger erklärt: „Es musste neben den Covid-Sicherheitsmaßnahmen bei jeder angesetzten OP der Gesundheitszustand der stationären Covid-Patienten mitbedacht werden, um eventuell notwendige Personal- und Intensivkapazitäten verfügbar zu halten.“
Mehr einheimische Patienten operiert
Mit Jahresbeginn liefen geplante Operationen wieder im Regelbetrieb. Durch das Ausbleiben der Touristen konnten im vergangenen Jahr wesentlich mehr einheimische Patienten operiert werden als in einem normalen Jahr. Die große Herausforderung für die Zukunft sieht Pflegedirektor Gruber im Fachkräftemangel, der auch in Schwaz deutlich zu spüren sei.
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