Prozess in Wels

Großvater (59) leugnete Missbrauchsvorwurf

Von liebem Opa keine Spur. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen musste sich ein Mann aus dem Salzkammergut am Montag in Wels vor Gericht verantworten. Er soll sich ein Jahr lang an seiner Enkeltochter vergangen haben. Sie sogar aufgefordert haben, ihm pornografische Fotos zu schicken.

Normalerweise stehen Großväter bei den Enkelinnen hoch im Kurs. Doch bei dem 59-Jährigen aus dem Salzkammergut liegt der Fall laut Anklage völlig anders. Die Enkeltochter war erst zehn Jahre alt als der Großvater sie Mitte des Jahres 2018 an den Brüsten betastet haben soll. Die Übergriffe sollen sich dann im Laufe eines Jahres gesteigert haben. Und nicht einmal beim Urlaub in Jesolo hatte das Mädchen Ruhe. Auch in Italien soll es zu Übergriffen gekommen sein. Der beschäftigungslose Mann muss sich nicht nur wegen schweren sexuellen Missbrauchs und Missbrauch des Autoritätsverhältnisses verantworten, sondern auch wegen pornografischer Darstellung Minderjähriger: Der Opa soll das Mädchen auch aufgefordert haben, seine Geschlechtsteile zu fotografieren und ihm die Fotos zu schicken.

Strafdrohung bis zu zehn Jahre Haft
Bei den Ermittlungen, die zur Anklage führten, zeigte sich der Verdächtige nicht geständig. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Für weitere Übergriffe auf Geschwister des Opfers gab es aber keine Anhaltspunkte. Der Ausgang des Schöffenprozesses in Wels war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

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Donnerstag, 23. September 2021
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