Datenschutz bremst

Politiker fordern nach Überfällen mehr Videokameras

Randale in Linienbussen und Straßenbahnen, zwei brutale Überfälle in nur zwei Tagen an Haltestellen – kein Wunder, dass Linzer Stadtpolitiker einen stärkeren Einsatz von Videokameras zur Überwachung fordern. Doch die Datenschutzkommission bremst die Linz AG seit einem Jahr bei schon bestehenden Anlagen aus.

Drei Jahre lang hatte die Linz AG halb-offiziell die Nahverkehrsdrehscheibe am Linzer Hauptbahnhof, die unterirdischen Haltestelle an der Unionkreuzung und an der Herz-Jesu-Kirche sowie die Behindertenlifte mit Videokameras überwacht. Als im Vorjahr die Diskussion um Überwachungsanlagen wieder aufflammte, wandte sich die Linz AG an die Datenschützer.

Vorstandsdirektor Erich Haider erklärt: "Wir wollten einen rechtskonformen Zustand, haben uns deshalb an die Datenschutzkommission gewandt. Wir haben um die Erlaubnis angesucht, unsere Aufnahmen nicht nur anzusehen, sondern auch speichern zu dürfen. Wir haben vor einem Jahr darum angesucht, bekamen dann einen Erhebungsbogen zum Ausfüllen. Seit einem halben Jahr läuft das Verfahren."

Haider, der als Politiker ständig die Verbrechensstatistik der Polizei für untertrieben hielt, setzt nun selbst auf "Understatement": "Im vergangen Jahr sank die Anzahl der Delikte bei den Linz Linien um 25 Prozent."

von Christoph Gantner, "OÖ Krone"

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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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