Wegen Parkpickerl

Wiener sollen bei Pendler-Parkplätzen mitzahlen

Ab dem nächsten Frühjahr werden Pendler-Autos endgültig aus Wien verbannt. Zigtausende Niederösterreicher müssen dann als Parkpickerl-Opfer ihre Vehikel schon vor der Stadtgrenze abstellen. Im Umland der Bundeshauptstadt sind daher zusätzliche Park-and-ride-Anlagen nötig – und Wien soll dafür gefälligst bezahlen.

Seit im Wiener Rathaus beschlossen wurde, ab März 2022 das Parkpickerl auf die gesamte Bundeshauptstadt auszuweiten, ist in Niederösterreich Feuer am Dach. Vor allem die Gemeinden im Wiener Umland befürchten, von einer wahren Autolawine überrollt zu werden.

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Pendler aus NÖ sind für ein Viertel der Wiener Wirtschaftsleistung verantwortlich. Daher muss Wien die Kosten mittragen.

Ludwig Schleritzko, Verkehrslandesrat von Niederösterreich

Mit Vertretern aus Klosterneuburg, Mödling, Purkersdorf und Schwechat hat Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko jetzt erste „Verteidigungsmaßnahmen“ angedacht. Im Herbst sollen dann weitere Beratungen mit allen betroffenen Kommunen – etwa zur akkordierten Verordnung von Parkgebühren – folgen.

Zusätzliche Parkplätze sind nötig
Klar ist, dass rund um Wien sowie an Verkehrsknotenpunkten zusätzliche Abstellmöglichkeiten für die Pendler-Autos geschaffen werden müssen. Derzeit stehen bereits 40.500 Park-and-ride-Plätze im weiten Land zur Verfügung, bis 2024 sind weitere 3250 geplant. Dafür will Schleritzko eine Kostenbeteiligung Wiens aushandeln. Ebenso für den notwendigen Ausbau des Bus- und Bahnangebots für Pendler.

Christoph Weisgram
Christoph Weisgram
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