Süße Sünde

Mariella Ahrens: „Das ist Gaumenorgasmus“

Stars & Society
05.07.2021 07:38

Schauspielerin Mariella Ahrens über Kalorien, das Dschungelcamp und Schubladendenken.

„Krone“: Sie wollten mit mir Sachertorte essen gehen. Eine große Leidenschaft von Ihnen?
Mariella Ahrens: Wenn es eine wäre, würde ich ein bissl anders aussehen (lacht), aber ich liebe Sachertorte, und wenn ich in Wien bin, dann gehört es dazu, dass ich hier im Hotel eine esse. Dieser Geschmack ist unvergleichbar, dabei bin ich kein großer Kuchenesser. Für mich ist das jedes Mal ein Gaumenorgasmus.

Zählen Sie Kalorien?
Nein, aber man muss ab einem gewissen Alter schon viel tun. Ich mache Sport, und ich achte darauf, was ich esse. Seit sechs Jahren z. B. keine Kohlehydrate mehr abends. Ich muss aber sagen, dass ich wirklich gerne gut esse und gerne koche, ich bin ein Genießertyp.

Wie haben Sie denn da das Dschungelcamp überlebt? Sie waren ja 2004 Kandidatin der ersten Staffel ...
Ich hatte das Glück, dass ich keine Prüfungen machen musste, obwohl ich lange drinnen war. Die Zuschauer haben mich Gott sei Dank nicht dafür ausgewählt, weil sie mich mochten.

Sie haben aber die Teilnahme im Nachhinein bereut.
Es war ein Abenteuer, nur hatte ich dadurch danach beruflich Probleme.

Wie schaut es denn jetzt mit Ihrer Karriere aus?
Ich spiele seit 2018 eigentlich mehr Theater. Das habe ich ja auch gelernt und dachte mir „Back to The Roots“.

Wird es, je älter man wird, schwieriger, gute TV-Rollen zu finden?
Das Problem ist das Schubladendenken. Ich bin seit fast 30 Jahren in dem Beruf und habe oft damit zu tun gehabt. Beim ZDF habe ich die Schublade Romantik erfüllt, und bei der ARD die der selbstbewussten Karrierefrau, und dazwischen gab’s nichts. Aber gerade als Schauspieler will man ja in verschiedenste Charaktere schlüpfen. Ich würde mir da beim Fernsehen mehr Offenheit wünschen. Aber beim Theater geht das (lacht). Da darf ich!

Nie mehr wieder Pilcher?
Aber ja, doch! Wenn es passt! Alles über 40 ist da halt schwierig, weil da ist man entweder die Mutter oder, wenn man Glück hat, die Kommissarin. Das Unfaire ist: Es gibt überall immer mehr Männerrollen.

Haben Sie eine Traumrolle?
Auf jeden Fall die Buhlschaft in Salzburg, in Berlin hab ich sie ja schon gespielt, und ich fände es toll, einmal den Teufel in „Faust“ zu spielen. Ich fände es gut, wenn diese Rolle einmal eine Frau spielt. Warum muss der Teufel denn immer ein Mann sein? Frauen können auch wunderbar teuflisch sein! Und als dritten Wunsch würde ich gerne einmal eine Kommissarin oder eine Spionin spielen.

„Auch das bin ich“, Kronen Zeitung

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