Letzte Möglichkeit

Firmenchef schwärzt Hacker bei dessen Mutter an

Web
01.02.2011 10:59
Die Online-Dating-Seite "Plenty of Fish" hat etwa 30 Millionen Mitglieder. Ein 23-Jähriger aus Argentinien habe diese Daten gehackt und versucht, die Firma zu erpressen, so Website-Chef Markus Frind. Frind wollte sich aber nicht so einfach geschlagen geben - und hat den Hacker bei dessen Mutter angeschwärzt.

Chris Russo, ein junger Hacker aus Argentinien, habe die Website "Plenty of Fish" geknackt und mit der Veröffentlichung von sensiblen Daten der Mitglieder gedroht, behauptet Frind in seinem Blog. Rosso habe behauptet, er arbeite für eine Sicherheitsfirma, die gegen kompletten Zugang zum Programmiercode der Website dafür sorgen könne, dass sie nie wieder attackiert würde.

Der eigentliche Hack sei von Russen begangen worden, behauptet Rosso - doch für Frind steht fest, dass der 23-Jährige selbst die Tat begangen hat. Schließlich ist Rosso kein Unbekannter, er hatte im Juli 2010 Daten von über vier Millionen Nutzern des Download-Portals The Pirate Bay gehackt.

Hacker gibt sich als Unschuldslamm
Rosso gab gegenüber der Website "Grumo Media" an, er habe lediglich versucht, Frind auf ein Leck im Sicherheitssystem aufmerksam zu machen, das daraufhin von Plenty of Fish gestopft worden sei. Zuerst sei das Unternehmen dankbar gewesen und habe seine Firma als Sicherheitsdienstleister anstellen wollen - doch Frind sei immer aggressiver geworden.

E-Mail an die Mutter "das einzig Logische"
Frind gibt in seinem Blog zu, er sei wütend geworden. "Die haben keine Ahnung, was sie da tun", so der Firmenchef. Er habe versucht, dem Hacker und seinen möglichen Helfern klarzumachen, dass er sie "bis zur Existenzlosigkeit" verklagen würde, sollten die Daten herauskommen. Diese Drohung scheint jedoch nicht gefruchtet zu haben, weshalb er sich zum letzten möglichen Schritt entschloss: "An diesem Punkt habe ich das einzig Logische getan: Ich habe seiner Mutter ein E-Mail geschickt."

Ob diese Maßnahme Wirkung gezeigt hat, verrät Rosso nicht. Fest steht nur, dass sich der Hacker nun als missverstandenes Unschuldslamm mit guten Vorsätzen präsentiert - gut möglich, dass Mami da ein Wörtchen mitzureden hatte.

Symbolbild

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