Zu viel Bürokratie

Landärzte sind vom Aussterben bedroht – Lage spitzt sich zu

Salzburg
31.01.2011 18:18
"Es ist nicht eins vor zwölf sondern schon vier Uhr morgens, es dämmert dramatisch" - diese Worte findet Dr. Josef Lohninger zum drohenden Aussterben der Landärzte in Salzburg. "Wir haben seit vielen Jahren gewarnt - aber es blieb bei bloßen Versprechungen der Politik."

Salzburg hat derzeit noch 180 Landärzte mit Kassenvertrag – aber die Lage spitzt sich zu. Lohninger, Sprecher der niedergelassenen Mediziner mit eigener Praxis in Hof: "Wir leiden unter einem doppelten Verdünnungseffekt: Zum einen sind viele Kollegen nicht mehr gewillt, bis 65 durchzuhalten. Zum anderen gibt es immer weniger junge Kollegen, die sich die Mühsal des Landarztlebens noch antun wollen."

Ärzte-Sprecher: Politik verspricht immer nur
Die Gründe nennt der langjährige Praktiker ohne Umschweife: "Es gibt seit Jahren nur politische Versprechungen, aber keine positiven Taten. Im Gegenteil: eher massive Verschlechterungen durch ein Übermaß an Bürokratie oder Haftungs-Verschärfungen. Eine Entwicklung, auf die wir seit vielen Jahren warnend hinweisen."

Eben im Pongau hat schon das akute Problem, weitere Gemeinden folgen. Lohninger: "Die Reduktion der Hausapotheken ist für die Kollegen fatal, dazu droht auch noch eine Reduktion der Sprengel. Kein Wunder, dass junge Kollegen ins Ausland wollen."

Kronen Zeitung

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