Vereinfachte Tarife für die Öffis in Innsbruck – dieses Ziel haben sich die Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) und Stadt im Zuge ihrer Tarifinitiative gesetzt. "Wir haben damit bereits im September begonnen", erklärten Christine Oppitz-Plörer und IVB-Geschäftsführer Martin Baltes am Montag. So erhalten Studierende bis zum 27. Lebensjahr schon jetzt das ermäßigte Semesterticket – auch dann, wenn sie keine Familienbeihilfe mehr beziehen.
Freuen dürfen sich auch die Innsbrucker Familien – die Altersbeschränkung für Kinder bei Familientickets wurde auf 15 Jahre angehoben.
1,19 Euro pro Tag
Die Tariferhöhungen, die nicht einmal die Inflation abgelte, sehen Oppitz-Plörer und Baltes als moderat. "Wer eine Jahreskarte hat, die nunmehr acht Euro teurer ist, kann um 1,19 Euro pro Tag alle Öffis in der Stadt nutzen", erklärte die Stadtchefin.
Die Halbjahreskarte kostet künftig 219,9, das Monatsticket 43,3 Euro. Erweitert wurden laut IVB-Boss Baltes auch die Ermäßigungen. So gibt es das Familien-Jahresticket um 492,9 Euro – bis zu zwei Erwachsene und vier Kinder unter 15 Jahren können diese Ticket gemeinsam nutzen.
Senioren (Frauen ab 60, Männer ab 65) sowie Menschen mit Behinderung zahlen für die Jahreskarte 324,9 Euro. "Das sind pro Tag 89 Cent", so Baltes. Neu ist, dass Menschen mit Handicap künftig eine Begleitperson kostenlos mitnehmen dürfen.
Auch den Pendlern kommt man laut Baltes nach den gescheiterten VVT-Verhandlungen entgegen: "Das sogenannte Umsteigerticket gibt es im Idealfall um 40 Prozent ermäßigt."
Im Bus teurer
Gleich teuer bleibt die Einzelfahrt (1,8 Euro). "Wer dieses Ticket jedoch künftig beim Buschauffeur kauft, zahlt 10 Cent mehr", sagt Baltes. Von den jährlich 40 Millionen IVB-Passagieren in der Stadt haben übrigens 85 Prozent ein Zeitticket.
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