10.06.2021 00:00 |

Dritte Generation

Nissan Qashqai: So überrascht das Erfolgs-SUV

Insgesamt 5 Millionen Stück hat Nissan seit 2007 vom Nissan Qashqai weltweit verkauft, jetzt feiert die dritte Generation des Erfolgsmodells Premiere. Die wirkt modern wie noch keine vor ihr, kommt mit toller Ausstattung, viel Platz und wertiger Anmutung. Und ist für die eine oder andere Überraschung gut, vor allem was das stufenlose CVT-Getriebe betrifft, findet „Krone“-Motorredakteur Stephan Schätzl. Seine Eindrücke hier im Video!

Bumerangförmige LED-Scheinwerfer, eine Nissan-typische Chrom-Spange, die sich nahtlos in die Motorhaube „hineinfalzt“, jede Menge Linien und Kanten an der Karosserie - die Designer haben aus dem Vollen geschöpft, ohne es zu übertreiben. Und sie haben vielen ihrer Konkurrenten etwas voraus: Sie haben ein interessantes Heck zusammengebracht, ohne Auspuffattrappen zu verwenden. Außerdem ist der neue Nissan Qashqai relativ unverwechselbar geraten. Bravo.

4,43 Meter lang, mit 2,67 Meter Radstand - beides im Zentimeterbereich gewachsen - bietet er im Innenraum etwas mehr Platz als früher. Auch groß gewachsene Rücksitzpassagiere fühlen sich hinter ebensolchen Vorderleuten wohl, ohne dass man die Position der Frontsitze verhandeln müsste. Der Kofferraum fasst 436 Liter, oder 1447 Liter auf einer ebenen Ladefläche hinter der optional sensorgesteuerten Heckklappe.

Im aufgeräumt und wertig gestalteten Innenraum muss der Fahrer nicht auf eine dezidierte Klimaanlage mit praktischen Drehreglern verzichten, auch ein echter Lautstärkeregler ist vorhanden. Das zentrale Display misst - je nach Ausstattungsvariante 7, 8 oder 9 Zoll. Letztgenanntes Maß gilt ab dem mittleren Ausstattungsniveau N-Connecta (ab 33.200 Euro), das auch Navi und drahtloses Apple CarPlay umfasst. Drahtlos geladen wird das iPhone allerdings erst in der zweitteuersten Ausstattung Tekna.

Erstaunliche Basisausstattung
Schon in der Visia genannten Basisausstattung (ab 26.600 Euro) sind Assistenzsysteme wie Autonotbremse bei Vorwärts- und Rückwärtsfahrt oder ein Kreuzungsassistent serienmäßig. Außerdem ein Adaptiv-Tempomat und die hinteren Parksensoren. Dafür sind die Reifen auf Stahlfelgen (17 Zoll) aufgezogen. Apple CarPlay mit Kabel gibt es ab Acenta (30.900 Euro).

Ab Tekna (36.500 Euro) kommt das Pro-Pilot genannte assistierte Fahren dazu, ein echtes Head-up-Display, Matrix-Fernlicht - und drahtloses Handyladen. Tekna+ (41.400 Euro) bringt das Panorama-Glasdach oder auch Lederausstattung und Massagesitze vorn.

Kein Diesel mehr
Es gibt nur einen Motor im Angebot, ein 1,3-Liter-Mildhybrid-Turbobenziner, der wahlweise 140 oder 158 PS leistet. Die Basisausstattung ist nur mit der schwächeren Version und manuellem Schaltgetriebe zu haben. Prinzipiell steht auch ein CVT zur Wahl und in den drei oberen Ausstattungsvarianten Allradantrieb.

Das CVT-Getriebe wurde weiter verbessert. Das sagen viele Hersteller bei Präsentation einer neuen Generation, doch in diesem Fall ist es wirklich außergewöhnlich gut gelungen. Die typischen Schwächen treten nicht auf, es sorgt einfach für eine geschmeidige Kraftübertragung.

Nächstes Jahr will Nissan den Qashqai als Hybrid bringen. Der wird von einem 140 kW/190 PS leistenden Elektromotor angetrieben, der seine Energie aus einem relativ kleinen Akku bezieht. Ein 1,5-Liter-Benziner mit variabler Verdichtung sorgt für das Laden der Batterie.

Eigene Hinterachse für 20-Zoll-Felgen
Sogar in der 1,6 Tonnen schweren Topversion wirkt der Nissan Qashqai relativ leichtfüßig. Die Karosserie ist rund 60 kg leichter als die des Vorgängers, das Basismodell bringt lediglich 1330 kg auf die Waage. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, ist aber auch bestens für schnelle Fahrt auf kurvenreichen Straßen geeignet. Für beste Rückmeldung sorgt dabei die Lenkung. Ungewöhnlich: Der Nissan Qashqai ist in allen Ausstattungsniveaus mit einer Verbundlenkerhinterachse ausgestattet - nur wenn man um gut 500 Euro die optionalen 20-Zoll-Räder bestellt, bekommt man die hochwertigere Mehrlenkerachse.

Unterm Strich
Der neue Nissan Qashqai ist so modern, wie er aussieht, und bietet fast schon unübersichtlich viel Ausstattung. Die größte Überraschung ist jedoch das sehr gelungene CVT-Getriebe. Wie auch das ganze Auto als sehr gelungen bezeichnet werden kann.

Warum?
Sehr gutes Fahrverhalten
Sehr entspannendes CVT-Getriebe

Warum nicht?
Wenig Auswahl bei den Antrieben

Oder vielleicht …
… Toyota CH-R, Peugeot 3008, Mazda CX-30, Kia Sportage, VW Tiguan

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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