Der österreichische Automarkt startet mit einem kräftigen Ruck nach vorne ins neue Jahr. Laut der aktuellen Zahlen der Statistik Austria wurden im Jänner 2026 stolze 22.929 Personenkraftwagen neu zugelassen, ein Anstieg von 12,1 Prozent gegenüber Jänner 2025.
Nicht nur das Volumen ist beeindruckend, vor allem die Verschiebungen unter den Antrieben und Marken zeichnen ein Bild einer Branche im rasanten Wandel. Die große Siegermarke bei den Neuzulassungen ist dabei eindeutig, sie lässt alle anderen Marken hinter sich: Volkswagen. Ganze 19,3 Prozent aller verkauften Pkw, also fast jedes fünfte Auto, trägt das Logo aus Wolfsburg.
VW legt um rund 50 Prozent zu!
Mit einem gewaltigen Plus von 49,7 Prozent hat VW seinen Spitzenplatz im Jänner auch noch weiter ausgebaut. Damit ist der Marke ein Comeback gelungen. Auf den Plätzen dahinter folgen Škoda mit einem Anteil von 11,6 Prozent, Audi mit 7,4 Prozent sowie BMW und Seat, die sich beide mit je 5,9 Prozent den vierten Rang teilen.
Škoda sieht Tesla bei E-Autos im Rückspiegel
Spannend ist auch der Blick auf die rein elektrisch betriebenen Fahrzeuge. Hier sieht die Hitliste der beliebtesten Marken ganz anders aus und offenbart einen harten Verdrängungswettbewerb: Die Führung hat überraschend Škoda mit einem Anteil von 13 Prozent an allen E-Auto-Neuzulassungen übernommen. Dicht dahinter folgt Elektropionier Tesla mit 11,9 Prozent. Ein echter Aufsteiger ist der chinesische Hersteller BYD, der es mit 9,7 Prozent bereits auf den dritten Platz geschafft hat und damit sogar die Marke Volkswagen bei E-Autos auf Rang vier (9,5 Prozent) verweist. Den fünften Platz belegt BMW mit einem Anteil von 7,3 Prozent. Diese Rangfolge zeigt, dass der Markt für Stromer dynamischer und offener ist denn je.
Der generelle Trend hin zu alternativen Antrieben setzt sich ungebremst fort. Über 60 Prozent aller neu zugelassenen Pkw hatten im Januar 2026 bereits ein alternatives Antriebssystem. Absolute Lieblinge der Österreicher sind dabei Benzin-Hybride, deren Zulassungen um 46,1 Prozent auf 8275 Fahrzeuge in die Höhe schnellten.
Diesel-Neuzulassungen brechen ein
Auch die rein batterieelektrischen Autos legten kräftig um 23 Prozent auf 4702 verkaufte Stück zu. Während diese Antriebsformen boomen, erlebt der konventionelle Diesel einen dramatischen Absturz. Die Neuzulassungen von Diesel-Pkw brachen um ein Viertel ein. Das liegt freilich auch daran, dass kaum noch neue Diesel-Pkw auf den Markt kommen.
Die Zahlen unterstreichen eindrücklich, wohin die Reise geht. Neben den großen Trends gibt es auch bei den einzelnen Marken bemerkenswerte Bewegungen: Peugeot feierte im neuen Jahr einen Raketenstart mit einem Plus von 65,3 Prozent, und auch Seat legte um zehn Prozent zu. Einige traditionell starke Namen mussten hingegen Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr verkraften, darunter Cupra, BMW, Dacia und Mercedes.
Österreichs Autokäufer – sowohl Privatpersonen als auch Firmen und Gebietskörperschaften – steigen also wieder vermehrt auf neue Fahrzeuge um. Aber sie tun es inzwischen mit einer klaren Präferenz für die Hybrid- und Elektrotechnologie. Und während Volkswagen die Gesamtwertung weiter dominiert, ist das Rennen um die Krone im E-Auto-Sektor weiterhin offen und spannender denn je.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.