Wegen Keronsinmangel

Tausende Touristen sind auf Kuba gestrandet

Ausland
10.02.2026 20:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

Wegen der Ölblockade der USA gegen das sozialistische Kuba sind Tausende Touristen auf der karibischen Insel gestrandet. Das Kerosin ist knapp – ab Dienstag war es nicht mehr möglich, Flugzeuge zu betanken, wie die Regierung erklärte. Neben kanadischen sind auch viele deutsche Urlauber betroffen.

Der Großteil der Touristen, die ihren Urlaub gerne auf Kuba verbringen, stammen aus Kanada. Die Fluglinie Air Canada erklärte, dass es vorerst ihre Flüge auf die Insel einstellen muss. Vorerst werden nur noch leere Maschinen von Air Canada nach Kuba fliegen, um rund 3000 Kunden gemäß dem regulären Flugplan aus dem Land zu bringen.

„Air Canada wird die Situation weiterhin beobachten, um zu einem späteren Zeitpunkt eine angemessene Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebs nach Kuba zu beschließen“, teilte die Airline mit.

Am Montag waren landesweit die Tankstellen auf Kuba geschlossen – es waren deutlich weniger ...
Am Montag waren landesweit die Tankstellen auf Kuba geschlossen – es waren deutlich weniger Autos auf den Straßen unterwegs.(Bild: AFP/YAMIL LAGE)

Auch viele Deutsche sitzen auf der Karibikinsel fest. Wie das Touristikunternehmen Dertour berichtete, sei eine „niedrige dreistellige Zahl“ von Gästen“ betroffen. Das deutsche Auswärtige Amt rät aktuell von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab.

Auch die US-Flugaufsichtsbehörde FAA warnte vor einem Mangel an Kerosin am Flughafen der kubanischen Hauptstadt Havanna. Weitere Airlines haben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen – ohne die Flüge komplett einzustellen. So plant etwa Air Europa, in der benachbarten Dominikanischen Republik zwischenzulanden, um aufzutanken, wie die spanische Zeitung „El País“ berichtete. Iberia bietet Rückerstattung und Umtausch von Flugtickets an – sowie auch Air Canada.

Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump auch mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten. Mexiko, zuletzt Kubas größter Ölversorger, stellte seine Lieferungen ein. Für Kubas stark angeschlagene Wirtschaft ist das Ölembargo ein harter Schlag.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt