Buch über WikiLeaks
Assange “arrogant, feindselig und unberechenbar”
In seinem Vorwort, das in Auszügen bereits veröffentlicht wurde, beschreibt Chefredakteur Bill Keller die stürmisch Beziehung mit WikiLeaks-Gründer Julian Assange. Der Australier hätte einem Stieg-Larsson-Thriller entstammen können, schreibt Keller. Die Journalisten, die mit ihm zu tun hatten, hätten Assange niemals als "Partner oder Mitarbeiter" angesehen, sondern als reine "Quelle", die ihre eigenen Ziele verfolge.
Assange soll unberechenbar sein
Keller bezeichnete Assange als "schwer zu fassen, manipulierend und unberechenbar". Seine Beziehung zur "NYT" sei zunehmend "feindselig" gewesen, zum Schluss habe er das Blatt sogar von weiteren Veröffentlichungen ausschließen wollen. Reporter, die mit ihm die Dokumente durchgingen, hätten ihn als "schlau, gebildet und technologisch ungemein versiert" erlebt, aber auch als "arrogant, dünnhäutig, verschwörerisch und seltsam leichtgläubig". Assange habe niemals Geld verlangt und nie verraten, wer die Dokumente zum Irak-und Afghanistankrieg sowie die diplomatischen Depeschen weitergegeben habe, versicherte Keller.
WikiLeaks spricht von "Geschmiere"
In einer ersten Reaktion über Twitter, den Internetdienst für Kurzbotschaften, bezeichnete WikiLeaks Kellers Ausführungen als "schwarzen Tag für den US-Journalismus". Mit dem "Geschmiere" habe die "New York Times" ohne Rücksicht auf die Fakten einmal mehr nur "sich selbst gedient".
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.