Methangas entzündet
Mehrere Tote bei Minen-Explosion in Kolumbien
Ausland
26.01.2011 17:48
Bei einer Explosion in einer Kohlemine in Kolumbien sind mindestens 30 Bergleute in der Tiefe verschüttet worden. Offiziellen Angaben zufolge sind 21 Arbeiter ums Leben gekommen. In der Mine im Nordosten des Landes habe sich vermutlich Methangas entzündet, teilte die Minenbehörde am Mittwoch mit. Sechs Arbeiter seien zudem verletzt worden.
In dem Bergwerk waren erst im Oktober 2010 bei einem ähnlichen Unglück sechs Bergleute getötet und zwei weitere verletzt worden. Insgesamt starben im vergangenen Jahr in Kolumbien nach offiziellen Angaben fast hundert Kumpel bei ihrer Arbeit. Das südamerikanische Land ist der fünftgrößte Kohleförderer der Welt.
Der Vorfall ist der jüngste in einer Serie von Minenunfällen in Südamerika. Im Juni vergangenen Jahres waren bei einer Explosion in Kolumbien etwa 70 Arbeiter ums Leben gekommen. Im August wurden 33 Menschen in einem Bergwerk in Chile verschüttet und nach Wochen in der Tiefe spektakulär und begleitet von weltweitem Medieninteresse gerettet.
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