Die lange und recht beschwerliche schwarz-grüne Suche nach einem Regisseur wird am Samstag eine Ende haben. Nachdem Wacker von einer Verpflichtung des Wunschkandidaten Paul Abasolo wegen des in Berufung befindlichen Gerichtsverfahrens (sexuelle Belästigung) Abstand nahm, wurden den Innsbruckern von (auch skrupellosen) Spielervermittlern einige Angebote gemacht. Sogar mehr als unmoralische: Denn ein schwedischer Mittelfeldmann soll in seiner Heimat sogar wegen Vergewaltigung angeklagt sein.
Kogler von Merinos Qualitäten überzeugt
Doch nun können Oliver Prudlo und Walter Kogler die Suche einstellen - weil knapp zwei Wochen vor dem Bundesliga-Start die neue und getestete Nummer 10 (die aber bei Öbster bleibt) für tauglich befunden wurde: Carlos Merino wird Prokopic beerben. "Auch wenn man die Spielertypen nicht vergleichen kann." Doch Kogler ist von den Qualitäten des 30-Jährigen nach der Türkei-Inspektion überzeugt - vor allem in Stresssituationen und mit seiner Übersicht.
Immerhin ist Merino durch 21 Spiele in der Primera Division (Bilbao), zwei im Copa del Ray (Pokal) und 70 in der Segunda Division (unter anderem bei Las Palmas, Burgos und Albacete) gestählt.
"Wacker hat mir von Anfang an gefallen"
"Ein Neustart für mich", ist auch Merino glücklich, "und Wacker hat mir von Anfang an gefallen." Auch die Professionalität, mit der der Klub im Camp agierte. Denn Carlos hörte in Side erstmals von der CK-Messung (Creatin-Kinase/zu hoher Wert kann zu Muskelschäden führen). Und ein zweiter wird noch motivierter (zwar schwer möglich) sein: Inaki Bea. Er erhält damit baskischen Zuwachs!
von Gernot Gsellmann, Tiroler Krone
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