480.000 Euro Schaden

Gehörlose wurden Opfer gemeiner Anlage-Betrüger

Eine miese Masche hatten sich Betrüger im Innviertel ausgedacht: Die beiden Österreicher, die sich demnächst in Ried/I. vor Gericht verantworten müssen, sollen 27 Gehörlose bzw. Hörbehinderte mit angeblich lukrativen Anlagemodellen geschädigt und 480.000 Euro erbeutet haben. Die Taten reichen bis ins Jahr 2007 zurück.

Die Betrugsmasche funktionierte anscheinend ausgezeichnet. Der 41-Jährige und der 36-Jährige versprachen ihren gehörlosen Opfern, laut Anklage, hohe Gewinne mit Anlagen in der Schweiz und auf den Cayman Inseln. 480.000…Euro sollen ihnen von den Opfern im Tatzeitraum 2007 bis 2013 übergeben worden sein. Wurden Opfer skeptisch oder wollten sie ihr Geld zurück, sollen sie die mutmaßlichen Betrüger mit hohen Stornos oder der Ausrede, dass es sich um langfristige Veranlagungen handelt, abgeschreckt und vertröstet haben.

Angst vor Hintermännern
Nur ein Opfer zog bereits 2013 vor Gericht. Der damalige Angeklagte, selbst gehörlos, hatte einem Innviertler 86.000 Euro herausgelockt. Aus Angst vor Hintermännern nahm der Arbeiter alle Schuld auf sich. Sagte aus, dass er spielsüchtig gewesen sei, das Geld verzockt habe. Er wurde zu bedingter Haft und einer Geldstrafe verurteilt.

Claudia Tröster
Claudia Tröster
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Dienstag, 26. Oktober 2021
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